Verzetnitsch: "Unser Pensionskonzept ist längerfristig wirksamer"

ÖGB will Gesamtlösung, keine Teillösungen

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung plant mit 1. Oktober die
Erhöhung des Eintrittsalter, die Einführung von Abschlägen und den erschwerten Zugang. Wir haben ein schwierigeres Konzept für die Lösung der Pensionsfrage, aber wir wissen es ist längerfristig das wirksamere", erklärte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch am 1. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Metall - Textil in Wien. Verzetnitsch kam direkt vom Pensionsgipfel im Sozialministerium zum Gewerkschaftstag. ++++

Der ÖGB-Präsident erklärte, die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher habe nicht die Wahlfreiheit in Pension zu gehen. Sie sei entweder krank oder würde in Pension geschickt: "Wir brauchen einen anderen Weg, dafür stehen die Gewerkschaften."

"Seien wir doch stolz darauf, dass wir Sand im Getriebe sind", betonte Verzetnitsch in Hinblick auf den Pensionsgipfel am heutigen Vormittag: "Es geht nicht um ein kurzfristiges Budgetziel, sondern um Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesem Land und um die Zukunft der Sozialpolitik. Ob Ellbogengesellschaft oder Solidargemeinschaft - wir stehen für die Solidargemeinschaft." Dies betreffe auch das Gesundheitssystem. Der ÖGB strebe keine Teillösungen an, betonte der ÖGB-Präsident, wichtig sei, eine Gesamtlösung zu finden.

Verzetnitsch erklärte, dass der ÖGB in den nächsten beiden Wochen noch versuchen werde, seine Position unterzubringen: "Wichtig ist dann, wie das Parlament entscheidet." Es sei Anliegen der Gewerkschaft, die Menschen länger in der Beschäftigung zu halten, nur dieser Weg weise in die Zukunft. Verzetnitsch: "Es geht hier nicht um die Finanzierung der Arbeitslosigkeit. Wir haben in der Vergangenheit Arbeit finanziert, das wollen wir auch in Zukunft so halten."(kk)

Von der Rede des Präsidenten stehen auch apa-audio-ots zur Verfügung.

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