AK Tumpel: Verhandlungsbereit zu allem, was den Arbeitnehmern nützt

Wien (AK) - Grundsätzlich verhandlungsbereit zu allem, was den Arbeitnehmern nützt, zeigt sich AK Präsident Herbert Tumpel nach der heutigen Verhandlungsrunde mit Sozial- und Wirtschaftsminister. Das gelte insbesondere für die Bereiche Gesundheitsvorsorge und Maßnahmenpaket für ältere Arbeitnehmer, betont der AK Präsident. Bei der heutigen Verhandlungsrunde habe er ausdrücklich angeboten, "über ein Maßnahmenpaket, das älteren Arbeitnehmern Arbeit sichert oder sie wieder in Arbeit bringt und über gesundheitsfördernde Maßnahmen weiterzuverhandeln". Tumpel ist allerdings skeptisch, was die "Bereitschaft zur Einsicht" bei der Regierung betrifft. Die Pensionsmaßnahmen der Regierung bezeichnet Tumpel als bloße Leistungskürzungen. Statt Arbeit zu schaffen nehme die Regierung in Kauf, dass die Betroffenen länger arbeitslos sein werden, statt einer langfristigen Sicherung der Pensionen wolle die Regierung nur "den Arbeitnehmern Geld für das Budget wegnehmen, um es mit der anderen Hand an die Unternehmen und Bauern auszuteilen und ein Kinderbetreuungsgeld für alle einzuführen". ****

Tumpel bekräftigt erneut seine Ablehnung der Pensionsverschlechterungen. AK und ÖGB haben eine Alternative vorgelegt: Ein Maßnahmenpaket, das älteren Beschäftigten Arbeit sichert und wieder Arbeit gibt, das die Arbeitnehmer gesund erhält. Auch zur Finanzierung bekräftigte Tumpel in der heutigen Verhandlungsrunde die Position der Arbeitnehmervertretung: Mit mehr Beitragsgerechtigkeit - höhere Eigenfinanzierung der Selbständigen und Landwirte - energischen Massnahmen gegen das illegale Schwarzunternehmertum - und einer korrekten Finanzierung aller Ersatzleistungen aus den dafür vorgesehenen Töpfen sei das Pensionssystem finanzierbar, erklärt Tumpel. Eine langfristige Sicherung der Pensionen für die heute Jungen verlange außerdem alles zu tun, damit die Arbeitnehmer länger in Arbeit bleiben können. Dazu gehören Investitionen in die Jugendausbildung, in die Weiterbildung, in die Frauenbeschäftigung. "Wer will, dass die Menschen länger arbeiten, muss ihnen Arbeit geben, dafür sorgen, dass sie arbeiten können."

Einzelne Maßnahmen daraus isoliert herauszugreifen hält Tumpel nicht für sinnvoll. Nur die Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmer zu senken bringt nichts. Ebenso wenig nutzt ein Kündigungsschutz, der auf Betriebe mit weniger als 5 Beschäftigten beschränkt ist. Allerdings soll intensiv über ein Gesamtpaket weiterverhandelt werden, sagt Tumpel, "unsere Vorschläge liegen ja auf dem Tisch". Arbeitsmarkt, Ausbildung, Arbeitsrecht, Gesundheit und der Umgang der Unternehmen mit sogenannten älteren Beschäftigten bilden ein ganzes, so Tumpel.

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