- Vizekanzlerin Riess-Passer (FP) kündigt "Einsparungen im

Milliardenbereich" bei Lehrern an. Neuregelung bei Überstunden. Erhöhung der Arbeitszeit. - Unterrichtsministerin Gehrer (ÖVP) blockt FP-Vorstösse in Sachen Lehrerarbeitszeit ab: "Lehrer haben eine voll ausgefüllte Arbeitszeit." Vorausmeldung zu NEWS Nr. 25, 21. Juni 2000

Wien (OTS) - Österreichs Lehrerinnen und Lehrer müssen mit massiven Einsparungsmaßnahmen seitens der Bundesregierung rechnen. In der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS kündigt Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FPÖ) an, dass es neben der Anhebung der Arbeitszeit für Lehrer zu weiteren Einschnitten im Unterrichtsbereich kommen wird. Lehrer-Überstunden sollen generell schlechter bezahlt werden. Als Berechnungsgrundlage wird laut Riess-Passer künftig das Grundgehalt und nicht wie bisher das Grundgehalt plus Zulagen dienen. Zusätzlich soll die Erhöhung des Berechnungsschlüssels zurückgenommen werden. "Diese Rücknahme der Erhöhung von 6,34 Prozent auf 7,5 Prozent eines Monatsgehalts ist eine weitere Maßnahme", so die Vizekanzlerin. Ersatzlos gestrichen werden soll außerdem die Funktion der Landesschulräte. "Die braucht wirklich niemand. Die sind in Wahrheit nur eine versteckte Form der Parteienfinanzierung. Denn da haben alle ihre Parteigünstlinge abgelagert", erklärt die Vizekanzlerin. Sie erhofft sich durch die Maßnahmen "Einsparungen in Milliardenhöhe".

Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) hingegen blockt bei den den FPÖ-Vorstössen in Sachen Lehrerarbeitszeit ab. "Wenn man sieht, was man von Lehrern zusätzlich verlangt, glaube ich, dass sie eine voll ausgefüllte Arbeitszeit haben", meint die Unterrichtsministerin im Interview mit NEWS. "Einfach zu sagen, linear die Lehrverpflichtung zu erhöhen, ist nicht zielführend", so Gehrer. Und die Unterrichtsministerin weiter: "Ich halte nichts davon, eine Berufsgruppe mit dem Vorwurf zu konfrontieren, sie arbeitet zuwenig".

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