Brauner: "Miteinander ohne Hass" muss zur Selbstverständlichkeit werden

Friedliches Zusammenleben auch in Zukunft garantieren

Wien (SPW) Mit dem Ziel, "das selbstverständliche friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Hautfarbe in gegenseitiger Toleranz, Respekt und in einem Klima des voneinander Lernens auf Basis des demokratischen Grundkonsens" noch weiter verwirklichen zu wollen, eröffnete die Wiener Integrationsstadträtin Renate Brauner Montag Abend die hochrangig besetzte Podiumsdiskussion "Miteinander ohne Hass" im Galeriecafe "Tacheles". Neben Franz Küberl (Direktor der Caritas) diskutierten Rainer Münz (Humbold Universität Berlin), Omar Al-Rawi (Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen), Kurt Stürzenbecher (Integrationssprecher der SPÖ Wien) und Hans Jürgen Tempelmayr (ÖGB) mit einem zahlreich erschienen wie überaus interessierten Publikum über Strategien für eine tolerante und solidarische Gesellschaft. Moderiert wurde diese Veranstaltung von Hannah Lessing.****

"Gerade in Wien bedeutet Integrationspolitik Politik für alle Bereiche und in jedem Interesse zu machen", erklärte Brauner anhand der aktiven Wohnungs-, Arbeitsmarkt-, Frauen-, Jugend- und Gesundheitspolitik in Wien, wo man bemüht sei, in allen Bereichen Lösungen zu finden und so Konflikte zu vermeiden, damit ein friedliches Zusammenleben aller auch in Zukunft garantiert werden könne. "Vorurteile, Hass und Neid sind hier fehl am Platz, denn sie sind eine Gefahr für den sozialen Frieden und ein tolerantes Miteinander", warnte die Wiener Integrationsstadträtin.

Wie Omar Al-Rawi hervorhob, sei "fremd sein" keine natürliche Eigenschaft, sondern entstehe in den Köpfen der Menschen. Darum sei es wichtig, "mit gegenseitigem Respekt und Verständnis aufeinander zuzugehen", denn es existiere auf beiden Seiten ein großer Nachholbedarf, so Rawi weiter. Auch Caritas Direktor Franz Küberl sprach sich für einen "Brückenbau" aus, um von anderen Kulturen zu lernen und deren Unterschiede zu erfahren. Rainer Münz verwies darauf, dass kaum eine "Großstadt ohne Zuwanderer/innen groß geworden ist", und es, angesichts der prognostizierten demographischen Entwicklung der Zukunft, von enormer Bedeutung sei, ein gutes Klima für ZuwanderInnen zu schaffen und damit das gute Image der Stadt noch weiter auszubauen. SPÖ Wien-Integrationssprecher Kurt Stürzenbecher betonte die Wichtigkeit, über diese Thematik zu informieren, wie aufzuklären, wobei hier jedem/r Einzelnen eine große Rolle zukomme. "Jeder Mensch ist eine Bereicherung, deshalb sollte man nicht den ZuwanderInnen mit Null-Toleranz begegnen, sondern viel eher dem Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit", forderte Stürzenbecher. (Schluss) ng

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