ÖVP: Letztes Kindergartenjahr als Vorbereitung für die Schule

Wien, (OTS) Bei einer Pressekonferenz der Wiener ÖVP forderte Dienstag Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg und der Wiener ÖVP-Bildungssprecher GR Walter Strobl die Nutzung des letzten Kindergartenjahres als Bildungseinrichtung zur Vorbereitung auf
die Schule. Bei dem ÖVP-Modell, bei dem angedacht werden soll, das letzte Kindergartenjahr gratis anzubieten, soll auch ein
Schwerpunkt für jene Kinder, die Sprachschwierigkeiten haben, gesetzt werden.

Das integrative Wiener VP-Vorschulmodell im Detail:

Das letzte Kindergartenjahr (vom 5. bis zum 6. Lebensjahr)
soll als generelles Vorschulerziehungsjahr zur Vorbereitung auf
die Volksschule dienen. Schwerpunkt ist ein pädagogisches Vorschulprogramm, das sowohl die soziale, die emotionale als auch die kognitive Entwicklung positiv beeinflussen soll. Besonderes Augenmerk sollte dabei u.a. auch auf die integrative "sprachliche Vorschulung" für ausländische Kinder gelegt werden. Das würde viele Probleme in der Volksschule mit Kindern, die erst Deutsch lernen müssen, ersparen.

"Die Jugend ist unser höchstes Gut. Investitionen in ihre Bildung, also Zukunft, müssen frühzeitig begonnen werden. Dieses letzte Jahr im Kindergarten ist nach unserer Vorstellung
eigentlich als eine "Bildungseinrichtung" mit dem Schwerpunkt "schulische Vorbildung und soziale und sprachliche Integration"
und nicht als eine Aufbewahrungseinrichtung zu sehen,” betonte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg.

Die Wiener ÖVP schätzt, dass aufgrund der aktuell vorliegenden Statistik ca. 12.000 Wiener Kinder betroffen wären. Derzeit gibt es in Wien etwa 95.000 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahre, davon besuchen derzeit 38.712 Kinder einen Kindergarten.

Es sei daher absolut vernünftig und gerechtfertigt, bereits für die Fünfjährigen in pädagogisch sinnvolle Maßnahmen zu investieren.

"Das sind notwendige Investitionen in die Zukunft unserer Stadt”, erklärte Vizebürgermeister Görg. "Die Schuleingangsphase soll schon im letzten Kindergartenjahr vorbereitet werden. Auch
die Integration von Ausländern bleibt ein wichtiges kommunalpolitisches Ziel der Wiener Koalitionsregierung.” Erste positive Erfahrungen mit einem derartigen Projekt durch "Vita aktiva” liegen bereits vor. Wichtig ist eine Schwerpunktbetreuung und -information bei ausländischen Familien. "Es muss uns
gelingen, vor allem die Mütter zu interessieren und zu gewinnen. Sie sollen in die Integrationsarbeit eingebunden werden.”

Die Wiener ÖVP spricht sich auch gegen den SPÖ-Vorschlag aus - ausschließlich Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist,
vor Eintritt in die Volksschule zu unterrichten - da hier von neuerlicher Isolation und Ausgrenzung gesprochen werden kann.
Echte Integration ist nur dann sinnvoll, wenn sie mit österreichischen Kindern passiert. (Schluss) lei

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