Volkshochschule: Wer war Josef Schleich?

Zeitzeugen für die Veranstaltung "Kristallnacht - Zeitzeugen berichten" am 12. November 2000 im Volkstheater gesucht

Wien, (OTS) "Auf der Flucht" heißt die bereits zum 8. Mal durchgeführte Veranstaltung "Kristallnacht - Zeitzeugen berichten" am Sonntag, dem 12. November, im Wiener Volkstheater, die von der Theatergruppe B-project in Kooperation mit dem Verband Wiener Volksbildung durchgeführt wird. Im Zentrum des Interesses steht in diesem Jahr der Grazer Josef Schleich, der mehreren tausend Juden
in den Jahren 1938 bis 1941 das Leben gerettet hat.

Für diese Veranstaltung suchen die Organisatoren noch Zeitzeugen, die mit Hilfe von Josef Schleich fliehen konnten. Interessenten melden sich unter: (01) 33 00 215-15, Mag. Andreas Baumgartner. Mit dieser Matinee soll mitgeholfen werden, ein vergessenes Kapitel der österreichischen Geschichte zu schreiben, um Klarheit über Josef Schleich und seine Aktivitäten zu bekommen.****

Josef Schleich, ein österreichischer Schindler?

Josef Schleich war eine schillernde Persönlichkeit, für deren Beurteilung bislang noch nicht ausreichend Material zur Verfügung steht. Als Fluchthelfer baute Josef Schleich ein umfangreiches Schleppernetz auf und reist nach Jugoslawien, Italien und Griechenland, um die weitere Flucht der Juden zu organisieren. Insgesamt 13 Mal wurde er von der Gestapo verhaftet und 1941 wegen des Verstoßes gegen das Devisengesetz angeklagt und in ein Strafbataillon abkommandiert. Nach dem Krieg war er 1948 neuerlich mit einer Anklage - diesmal wegen Bereicherung an jüdischem Eigentum und Misshandlung von Juden - konfrontiert. Bevor es zum Prozess kam, starb er ... und wurde vergessen.

Lokalaugenschein an der Grenze

Am 29./30. Juli 2000 organisiert die Volkshochschule Hietzing unter der Leitung von Hannelore Fröhlich, der Tochter von Josef Schleich, in Leutschach in der Südsteiermark einen
Lokalaugenschein an der Grenze: "Geflohen mit Josef Schleich. Auf den Spuren des österreichischen ‘Schindlers’ in der Steiermark".

o Information unter Tel. (01) 804 55 24 oder per e-mail:

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