Arznei & Vernunft/Pharmaindustrie: Impuls für Absicherung des wertvollen Guts Arzneimittel Pharmig: Nur ein vernünftiger Umgang mit Arzneimitteln kann die

Wien (OTS) - State-of-the-Art-Versorgung mit Medikamenten auf lange Sicht absichern. =

Anlässlich der Vorstellung der neuen
Aktion der Initiative Arznei & Vernunft, "Denken Sie an sich!", heute, Dienstag, in Wien, betonte der Präsident der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, Dr. Ulrich H. Bode, dass es gerade in einem Umfeld der knapper werdenden Finanzressourcen im Gesundheitswesen darauf ankomme, mit dem wertvollen Gut Arzneimittel noch sorgsamer als bisher umzugehen. Das entspreche auch den Intentionen der Pharmaindustrie, die

a) sich zu einem vernünftigen und widmungsgemäßen Umgang mit Arzneimitteln bekennt, und

b) die glaubt, dass es nur mit einer solchen Vorgangsweise möglich ist, auf lange Sicht die Versorgung auch mit modernsten Arzneimitteln für alle ÖsterreicherInnen sicherzustellen.

Ein Arzneimittel kostet soviel wie 10 Großraumflugzeuge

Der Pharmig-Präsident bezeichnete in diesem Zusammenhang die Forschungsleistungen der Pharmaindustrie als einen wesentlichen Motor für den medizinisch-pharmazeutischen Fortschritt. Zu wenig sei im Bewusstsein der Menschen die Tatsache verankert, dass es zum größten Teil die Pharmaindustrie ist, die mit beträchtlichem unternehmerischen Risiko seit Jahrzehnten für wirksame Arzneimittel auch gegen bislang unheilbare bzw. schwer behandelbare Krankheiten sorgt. Die Entwicklung eines einzigen Arzneimittels kostet heute umgerechnet bis zu 14 Milliarden Schilling. Um diesen Betrag könnten 10 Großraumflugzeuge der Type Boeing 777 angeschafft werden. Um die F&E-Investitionen einzuspielen, verbleiben der Industrie nur zwischen acht bis maximal 10 Jahre. Nur eines von drei innovativen Arzneimitteln übertrifft umsatzmäßig während der Patentlaufzeit die Forschungskosten, bis zu 20 Prozent der Umsätze fließen zurück in die Forschung.

Rationierungen müssen um jeden Preis vermieden werden!

Bode wies darauf hin, dass es gelte, in einem auf Solidarität aufgebauten Gesundheitswesen darauf zu achten, dass gerade Arzneimittel, die in anderen Sektoren des Gesundheitswesens für Einsparungen sorgen können, vernünftig angewendet werden. Nur so könnten Rationierungen - auch im Sinne einer Beschränkung des Marktzutritts für innovative Arzneimittel - vermieden werden. Derartige Rationierungsmechanismen, unter denen letztlich die PatientInnen zu leiden haben, seien in anderen Ländern wie etwa Deutschland, bereits an der Tagesordnung. Österreich ist dieser "Rationierungsfalle" bislang weitestgehend entkommen. Bode forderte daher neuerlich statt kurzfristiger und einseitiger "Sparkonzepte" langfristige und zukunftsorientierte Lösungen für das Gesund-heitswesen im Sinne eines Integrierten Gesundheitssystems.

Der Pharmig-Präsident betonte in diesem Zusammenhang auch, dass die Preise für Arzneimittel seit Jahren stabil bleiben und tendenziell absinken. Das Ansteigen der Arzneimittelausgaben im öffentlichen Sektor hingegen sei auf demographische Veränderungen, Struktur- und Aufholeffekte zurückzuführen. Österreich, so Bode, erlebe hier eine Entwicklung, die andere europäische Länder schon längst abgeschlossen haben.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pharmig-Pressestelle
Rosemarie Rist
Tel.: (01) 523 29 56
e-mail: pharmig-rist@apanet.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PHA/OTS