OECD erkennt Kaiman-Inseln als kooperativen Gerichtsstand an / VK und OECD begrüßen "weitergehende Verpflichtung" nach dem OECD-Ratstreffen in Paris

Grand Cayman, Kaiman-Inseln (ots-PRNewswire) - Die Kaiman-Inseln stärkten ihre Position als großes internationales Finanzzentrum durch das konstruktive Engagement in der OECD, welches zu einer Anerkennung der Kaiman-Inseln als kooperativem Gerichtsstand führte. Die Verpflichtung zur Aufnahme internationaler Standards zwecks Transparenz und Informationsaustausch bedeutet, dass die Kaiman-Inseln nicht auf der OECD-Liste der "Steueroasen" erscheinen werden, die nach dem nächsten Treffen der OECD-Minister am 26. Juni veröffentlicht werden soll.

Nach den Treffen, die im Mai diesen Jahres ihren Höhepunkt erreichten, ging die Regierung der Kaiman-Inseln eine "weitergehende Verpflichtung" mit der OECD ein, die darauf abgerichtet ist, die internationale Initiative zur Bekämpfung "schädlicher Steuerpraktiken" zu unterstützen. Die Diskussionen basierten auf dem OECD-Bericht über den Zugriff zu Bankinformationen, der die rechtmäßige Rolle des Bankgeheimnisses durch den Schutz der Vertraulichkeit von finanziellen Angelegenheiten und die Aufrechterhaltung der Folgerichtigkeit von Banksystemen bestätigt.

"Als großes internationales Finanzzentrum sind wir verpflichtet, eine ordnungsgemäß geregelte Finanz-Dienstleistungsbranche aufrechtzuerhalten, die den höchsten internationalen Standards gerecht wird. Dies erstreckt sich auch auf unsere Gesellschaften des privaten Sektors, die bei den OECD-Gesprächen aktiv mit einbezogen wurden und bei der gemachten Zusage unterstützend mitwirkten," sagte Hon. George McCarthy, Finanzsekretär der Kaiman-Inseln. "Das Ergebnis mit der OECD zeigt, was durch ein anhaltendes, konstruktives Engagement erreicht werden kann."

Die wichtigsten Elemente der "weitergehenden Verpflichtung" bieten einen Zeitrahmen für einen wirksamen Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten, wobei die Durchführung über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren geplant ist. Die Kaiman-Inseln haben sich zu folgendem verpflichtet:

* Der effektive Informationsaustausch tritt bei strafbaren Steuerangelegenheiten zum ersten Steuerjahr nach Dezember 2003 und bei zivilen und administrativen Angelegenheiten zum ersten Steuerjahr nach Dezember 2005 in Kraft.

* Die Umsetzung dieser Verpflichtung macht es erforderlich, dass Informationen nur auf spezifisches Ersuchen bereitgestellt werden und wenn ein solches Ersuchen für eine nach den Gesetzen des ersuchenden Staates durchgeführte Steuerüberprüfung oder -ermittlung von Bedeutung ist.

* Die Ersuche werden von ausländischen Steuerbehörden bei einer zuständigen Behörde auf den Kaiman-Inseln eingereicht, die in einer Eigenschaft handeln werden, die jener entspricht, nach welcher die oberste Justiz der Kaiman-Inseln aufgrund anderer internationaler Austauschverträge handelt.

* Vertraulichkeitsbestimmungen stellen sicher, dass ausgetauschte Informationen vor unberechtigter Offenlegung ausreichend geschützt werden.

Die "weitergehende Verpflichtung" spricht auch die Transparenzfragen an, wie zum Beispiel anhaltende Wachsamkeit hinsichtlich der "Regeln zum Kennenlernen Ihres Kunden" und ein Sicherstellen, dass Inhaberaktien, falls zulässig, nicht missbraucht werden. Zu weiteren Aktionen gehört auch, dass eine Polizeirichtlinie von der Regierung der Kaiman-Inseln herausgegeben wird, welche Finanzdienstanbieter gegen aggressive Marketingpolitik, die vorwiegend auf Vertraulichkeit oder Geheimhaltung basiert, beraten soll.

"Die OECD ist sich dessen bewusst und akzeptiert, dass unser Verpflichtungsschreiben bezüglich schädlicher Steuerpraktiken' das Recht der Kaiman-Inseln auf die Beibehaltung ihres steuerneutralen Regimes und ihrer indirekten Besteuerungsform nicht beeinträchtigt", sagte Minister Truman Bodden, Leiter der Regierungsdelegation der Kaiman-Inseln. "Wir glauben, dass diese Verpflichtung es uns ermöglichen wird, ein wirksameres Gleichgewicht zwischen der entsprechenden Unterstützung internationaler Steuerbehörden und dem Schutz der Rechte von Investoren und Anlegern zur Wahrung einer rechtmäßigen Vertraulichkeit zu schaffen", fügte Bodden hinzu.

Die Kaiman-Inseln, ein überseeisches Gebiet des Vereinigten Königreiches, sind eines der zehn größten Finanzzentren. Dreiundvierzig der 50 Spitzenbanken der Welt haben hier lizenzierte Filialen oder Niederlassungen. Zum Finanzdienstsektor gehören das Bankwesen, Investmentfonds, Versicherungen, Unternehmensmanagement, Schiffsregistrierungen, strukturiertes Finanzwesen und die Börse der Kaiman-Inseln.

ots Originaltext: Government of the Cayman Islands
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Rückfragen bitte an:
Virginia Dixon von der Regierung der Kaiman-Inseln
+345-914-2225 am 19. Juni, oder +345-945-0943 vom 20. Juni an

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