Metaller-KVs: Echte "AKTION FAIRNESS" erreicht, Frauennachtarbeit, flexible Arbeitszeiten

1,3 Mrd für Mitglieder erstritten (3. Gewerkschaftstags-Bericht)

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Wien (Gewerkschaft Metall - Bergbau - Energie/ÖGB). Seit dem letzten Gewerkschaftstag im Juni 1996 hat die Gewerkschaft Metall -Bergbau - Energie mit den Arbeitgebern von insgesamt fünf Branchen zwanzig Mal über Lohnerhöhungen und weitere Verbesserungen für insgesamt rund 260.000 Beschäftigte verhandelt. In diesen vier Jahren haben die Metaller insgesamt rund 1,3 Mrd. S in arbeitsrechtlichen Streitfällen für die Mitglieder erstritten.++++

Die Metaller nutzen die Kollektivvertragsverhandlungen immer auch als Mittel, um die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Dadurch konnten in den letzten vier Jahren in den Kollektivverträgen zahlreiche rahmenrechtliche Verbesserungen für die Beschäftigten erreicht werden. In der E-Wirtschaft zum Beispiel haben die Verhandler der Gewerkschaft 1998 kollektivvertragliches Neuland betreten und weitreichende Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten erreicht.

Große Gestaltungsmöglichkeiten in Kollektivverträgen genutzt

Größte Errungenschaft in der Kollektivvertragspolitik der Metallergewerkschaft war die Angleichung der ArbeiterInnen an die Angestellten in vier von fünf Kollektivverträgen. In der Metallindustrie, im Bergbau, in der Erdölbranche und in der E-Wirtschaft gelten für Metaller somit die gleichen Bestimmungen bei Kündigungen, bei der Entgeltfortzahlung und bei persönlichen Verhinderungsgründen wie für ihre angestellten KollegInnen. Einzig im Metallgewerbe konnte diese Angleichung noch nicht zur Gänze erreicht werden.

1997 haben die Metaller erstmals im Kollektivvertrag für die Metallindustrie und den Bergbau eine Verteilungsoption vereinbart. Damit soll einerseits den Betrieben individueller Spielraum gegeben werden. Andererseits soll die Option dazu genutzt werden, die Einkommenssituation in den Betrieben gerechter zu gestalten.

Die Metaller haben auch eigene Kollektivverträge zur Flexibiliserung der Arbeitszeiten (November 1997) und zur Regelung der Frauennachtarbeit (Jänner 1998), beide für die Metallindustrie, abgeschlossen. Alle Regelungen wurden im Sinne guter Bedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer und in sozialpartnerschaftlicher Weise -wenn auch in durchaus harten Verhandlungen - abgeschlossen.

Neben der Kollektivvertragspolitik haben sich die Metaller stets als gestaltende Kraft in der Sozialpolitik verstanden. In der Frage der Angleichung der ArbeiterInnen an die Angestellten für alle Beschäftigten im Land waren die Metaller im ÖGB Vorreiter. Auch bei Themen wie beispielsweise neues, gerechteres Abfertigungsrecht, Bekämpfung der organisierten illegalen Beschäftigung, einem eigenen Kollektivvertrag für Leiharbeiter oder der europaweiten Koordinierung der Lohnpolitik wollen die Metaller einen Beitrag zu fairen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten leisten.

Fusion für stärkere Gewerkschaft

Die Entwicklung der Zahl der Beschäftigten in den Branchen Textil, Bekleidung und Schuh-Leder und damit verbunden die Reduzierung der Mitgliederzahl der Gewerkschaft TBL hat eine Neuorientierung der Organisation der gewerkschaftlichen Tätigkeit in diesen Branchen unumgänglich gemacht. Die Delegierten des 17. Metallergewerkschaftstages haben daher die Fusion mit der Gewerkschaft Textil, Bekleidung, Leder beschlossen. Das soll die Kräfte beider Organisationen bündeln und für die bestmögliche Vertretung der nunmehr rund 300.000 Beschäftigten, davon rund 220.000 Mitglieder, gewährleisten. Die Delegierten des Textiler-Gewerkschaftstages haben einen gleichlautenden Beschluss gefasst. Damit besteht der ÖGB ab 20. Juni 2000, wenn sich die neue Gewerkschaft konstituieren wird, aus 13 statt bisher 14 Fachgewerkschaften.

Der 1. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft Metall - Textil beginnt morgen, Dienstag, 20. 6. 2000, um 8.30 Uhr im Austria Center Vienna und dauert noch bis Mittwoch, 21. 6. 2000, an.
(Programm siehe OTS 0165 vom 13. 6. 12000)

ÖGB, 19. Juni 2000
Nr. 516

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