AK-Erhebung: Pendeln kommt den Arbeitnehmern teuer. Ab Herbst 2000 Pendlerbörse für den Bezirk Eferding.

Linz (AKO) Der Bezirk Eferding gehört aufgrund seiner wirtschaftlichen Struktur zu den ausgesprochenen Pendlerbezirken. Mehr als 9000 Arbeitnehmer müssen in andere Bezirke auspendeln. Dies ergab eine Erhebung der Arbeiterkammer. Auf Initiative der Arbeiterkammer wird daher ab Herbst gemeinsam mit dem Land Oberösterreich eine Pendlerbörse eingerichtet.

Mehr als 91 Prozent von Eferdings Pendlern benutzen den privaten PKW für die Fahrt zum Arbeitsplatz. Lediglich 9 Prozent gaben an, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Auf dem Arbeitsweg werden täglich rund 260.000 Kilometer mit privaten PKW zurückgelegt. Durchschnittlich fahren Eferdings Arbeitnehmer 29 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz. Die Fahrtdauer beträgt im Durchschnitt 34 Minuten.

Die Arbeitnehmer Eferdings müssen ganz schön tief in die Tasche greifen, um an ihren Arbeitsplatz zu kommen. Die rund 9000 Auspendler des Bezirkes Eferding geben monatlich fast 15 Millionen Schilling aus. Pro Pendler macht das beinahe 1700 Schilling aus. Die höchsten Belastungen liegen sogar um 3500 Schilling monatlich.

"Mit dem Ankauf von acht hochmodernen Gelenktriebwagen ist ein wichtiger Schritt zur Attraktivierung der LILO realisiert worden", so AK-Vizepräsident Alfred Welischek. "Jedoch wird allein durch diese technische Neuerung die erwünschte Verkürzung der Fahrzeit nicht eintreten. Trotz höherer Beschleunigung und kürzerer Bremswege kann die gesamte Leistung dieser Garnituren nur entfaltet werden, wenn auch Bahntrasse, Übergänge und Oberbau der LILO modernisiert werden. Eine nur noch halbstündige Fahrzeit von Eferding nach Linz muss das Ziel sein.", formuliert Alfred Welischek die verkehrspolitischen Maßnahmen der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Ein weiterer Schritt zu einer verstärkten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel müsse die Schaffung von Zubringerdiensten in Form von Shuttlediensten und Sammeltaxis zu den Haltestellen bilden. Hier seien vor allem die Gemeinden des Bezirks Eferding gefordert, so Welischek.

"Aber auch die Arbeiterkammer wird einen konkreten Beitrag leisten, die Pendlerströme einzudämmen und die Budgets der Arbeitnehmer zu entlasten. Auf Initiative der Arbeiterkammer wird ab Herbst 2000 vom Land Oberösterreich und Arbeiterkammer eine Pendlerbörse für den Bezirk Eferding eingerichtet."

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