"profil": Marboe: FPÖ verfolgt "Strategie der Verleumdung"

ÖVP-Kulturstadtrat will schwarz-blaue Koalition in Wien verhindern - FPÖ will Gesellschaft, in der Marboe "nicht leben will" -Schlingensief "langweilig"

Wien (OTS) - Der Wiener ÖVP-Kulturstadtrat Peter Marboe kritisiert in einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" in ungewöhnlich scharfer Form den deutschen Regisseur Christoph Schlingensief, der im Rahmen der Wiener Festwochen mit seinem Container-Projekt "Bitte liebt Österreich" zur zeit für für Kontroversen sorgt.

Der ÖVP-Politiker wirft Schlingensief unter anderem vor, "die Unwahrheit in seine Provokation eingebaut" zu haben. Marboe im "profil"-Interview: "Schlingensief sagt, ich hätte ihn umarmt und ihm versichert, wie wichtig er sei. Kein Wort davon ist wahr. Wahr ist, dass ich bei Schlingensief den Fernseher abdrehe, weil er langweilig ist. Diese Meinung lasse ich mir von niemandem verbieten".

Scharf zurück gewiesen wird von Marboe die anläßlich von Schlingensiefs Container-Projekt von der FPÖ an seiner Person geäußerte Kritik. Marboe: "Die Freiheitlichen verfolgen eine Strategie der Verleumdung."

Besonders in der Kulturpolitik sieht der Wiener ÖVP-Stadtrat keinerlei Gemeinsamkeiten mit dem bundespolitischen Koaltionspartner seiner Partei. Marboe im "profil"-Interview: "Diese Partei hat einen völlig anderen Begriff von Kunst und will eine Gesellschaft gestalten, in der ich nicht leben möchte. Die FPÖ ist als Partei dokumentiert, die mich aufgefordert hat, Bilder von der Wand zu nehmen und Programme zu verbieten. Das ist nicht Kulturpolitik."

Demgemäß sieht der ÖVP-Politiker die schwarz-blaue Koalition auf Bundesebene vor allem unter taktischen Gesichtspunkten. Marboe zu "profil": "Was die FPÖ betrifft, so kann sich jeder vernünftige Bürger doch bloß wünschen, dass die Zielsetzung von Wolfgang Schüssel erreicht wird: Die FPÖ zu schwächen." In Wien werde er "weiterhin alles tun, damit es hier zu einer solchen Koalition nicht kommt."

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