"profil": AZV plant Aufstockung von BA-Beteiligung

Kompliziertes Modell soll latente Steuerschuld von 5 Mrd. vermeiden - Holding-Lösung mit internationalem Partner

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, macht die Gemeinde Wien beim Verkauf des von der gemeindenahen Anteilsverwaltung Zentralsparkasse (AVZ) kontrollierten Bank-Austria-Aktienpakets ernst. Einem bislang geheimgehaltenen Plan von Wiens Bürgermeister und SPÖ-Chef Michael Häupl zufolge soll die AZV ihren Anteil an der Bank Austria demnächst von 22,7 % auf etwas über 25 % aufstocken. In weiterer Folge soll der Anteil in eine noch zu gründende "Bank-Austria-Holding" eingebracht werden, für die anschließend ein internationaler Partner gewonnen werden soll. In einem letzten Schritt will die Gemeinde die AVZ in eine Stiftung umwandeln, um an die Erlöse aus dem Verkauf von Holding-Anteilen zu gelangen.

Das komplizierte Modell dient laut "profil" dem Zweck der Steuervermeidung. Da die AVZ die BA-Aktien zum Nominale von 2,6 Mrd. S. in den Büchern führt, müsste bei einem Verkauf die Differenz zwischen Buchwert und Verkaufspreis - zu Börsenkursen derzeit 18,6 Mrd. S. - mit der Körperschaftsteuer von 34 % belegt werden. Woraus sich eine theoretische Steuerschuld von 5,4 Mrd. S. errechnet. Da aber laut Umgründungsteuergesetz die Einbringung von Aktienanteilen jenseits der 25-%-Grenze steuerfrei ist, soll die AVZ ihre Beteiligung erst aufstocken und anschließend in die Holding übertragen. Dadurch, so "profil", könnte die Gemeinde den vollen Kaufpreis einstreifen.

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