Greenpeace: Kein Grund zur Entwarnung bei Windeln

Labor des Ministeriums hat fast 20 mal schlechtere Analytik -Analysen im gleichen Labor wie Greenpeace notwendig

Wien (OTS) - Greenpeace reagierte auf die von Ministerin Sickl
heute veröffentlichten Windelanalysen mit großer Verwunderung. Im Gegensatz zu den Greenpeace-Analysen wurde in den vom Ministerium geprobten Babywindeln keinerlei TBT nachgewiesen. Dieser Widerspruch läßt sich jedoch einfach erklären: Das von Greenpeace beauftragte Speziallabor GALAB in Geesthacht/Deutschland verwendet eine Nachweismethode, die fast 20 Mal besser ist. So liegt die Nachweisgrenze des Greenpeace-Labors bei 0,3 Mikrogramm/kg, die des Ministeriums bei 5 Mikrogramm/kg. "Daher besteht leider noch kein Grund zur Entwarnung", sagt Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster und fordert, "Ministerin Sickl muß jetzt rasch Analysen in das gleiche Labor wie Greenpeace schicken."

Greenpeace geht daher weiter davon aus, dass auch in Österreich Windeln mit TBT erhältlich sind. "Für TBT kann und darf es keinen Grenzwert geben. Hormonell wirksame Stoffe können schon in kleinsten Mengen wirksam werden", warnt Schuster vor allzu früher Entwarnung und ist sich sicher: "Eine Grenzwertdiskussion bei solchen Dauergiften ist völlig sinnlos." Ministerkollege Molterer hat unterdessen erste Schritte für ein TBT-Verbot in Babywindeln auf EU-Ebene gesetzt - ohne Grenz- und Toleranzwerte. Am 22. Juni werden die Umweltminister am EU-Umweltministerrat darüber beraten.

Weitere Informationen:
DI Herwig Schuster, Greenpeace-Chemiker
Tel.:01-5454580- 41 oder 0664-4319214
MMag. Franko Petri, Pressesprecher-Greenpeace
Tel. 01- 5454580-29 bzw. 0676-5147246

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