FSG-Drochter: Was will Fasslabend eigentlich?

ÖAAB-Chef tänzelt auf zwei Kirtagen

Wien (FSG). "Viel Verwirrung, wenig Klarheit." So bezeichnete der Bundessekretär der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen(FSG), Karl Drochter, die Aussagen von ÖAAB-Chef und drittem Nationalratspräsidenten, Werner Fasslabend, zur Pensionsreform nach Regierungsart. Drochter: "Was der Chef des 'Österreichischen Arbeitsrechts-Abbau-Bundes'(ÖAAB) nun wirklich will, ist nicht zu erkennen."++++

"Einen Schritt vorwärts, einen zurück, einen Schritt nach rechts und wieder zurück, dass scheint der neueste hitverdächtige Tanz des Chefs des immer bedeutungsloser werdenden ArbeitnehmerInnenflügel der ÖVP zu sein", kann Drochter einen auf zwei Kirtagen tänzelnden Fasslabend nur mehr schwer ernst nehmen. Es sei daher auch nicht verwunderlich, dass sich der ÖAAB-Chef gerade den auf Regierungslinie schwimmenden Sozialexperten Mazal als Gutachter ausgesucht hat.

Für den FSG-Bundessekretär ist es auch bezeichnend, dass sich Fasslabend zwei "mögliche Varianten" aufzeigen lässt und sich dann ausschweigt, für welche der beiden Varianten er eine Präferenz habe. Drochter: "Der ÖAAB-Chef muss sich endlich entscheiden, ob er als dritter Nationalratspräsident weiter am Gängelband von Schüssel hängt, oder sich für die ArbeitnehmerInnen einsetzt. Kollege Fasslabend, treffen Sie endlich eine Entscheidung".

Für die FSG, so Drochter, gehe es nun darum, dass die Regierung endlich die Alternativvorschläge des ÖGB aufgreift. Der FSG-Bundessekretär: "Wir wollen altersgerechte Arbeitsplätze, einen verbesserten Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, eine Weiterbildungsmilliarde für ältere ArbeitnehmerInnen und einen Rechtsanspruch auf Bildungskarenz. Mit diesen Maßnahmen könnte das Pensionsanfallsalter um ein Jahr erhöht werden."

FSG, 16. Juni 2000
Nr. 115

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