Pumberger: Bedenken des Rechnungshofs völlig unverständlich

Selbstbehalte sind Lenkungsmaßnahmen und keine Finanzierungsquelle

Wien, 2000-06-16 (fpd) - "Die Bedenken des Rechnungshofs gegen die Sanierungspläne der Regierung zu den Krankenkassen sind völlig unverständlich", kritisierte heute der freiheitliche Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger.****

"Der Weg, den diese Regierung eingeschlagen hat, ist absolut der richtige. Die Verwaltungskosten der Krankenkassen sollen nicht nur eingefroren werden, sondern müssen um 2,5 Milliarden gesenkt werden. Dabei dürfen sich die Kassen nicht um eine Zusammenlegung herumschwindeln", ergänzte Pumberger.

"Offensichtlich hat der Rechnungshof die Einführung von Selbstbehalten falsch verstanden. Diese dienen nicht der direkten Geldbeschaffung, sondern sind als Lenkungsmaßnahme zu verstehen. Die Patienten können selbst entscheiden, ob sie kostenlos den niedergelassenen Fach- oder Hausarzt aufsuchen, oder gegen Gebühr in eine Ambulanz gehen. Einsparungen ergeben sich somit indirekt, da der niedergelassene Bereich bei gleicher Qualität kostengünstiger ist", erläuterte Pumberger.

"Bund, Länder und Gemeinden müssen zum Großteil die Kostenexplosion im Spitalswesen übernehmen, während die Krankenkassen von ihren gedeckelten Beiträgen profitieren und daher gar kein Interesse an einer Verlagerung der Patientenströme haben. Dies sollte der Rechnungshof bei seinen Recherchen bedenken", empfahl Pumberger. (Schluß)

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