ARBÖ: Wenn alte Winterreifen im Sommer platzen, kann es teuer werden

Wien (ARBÖ) - Im Sommer mit Winterreifen unterwegs zu sein, ist nicht verboten. Auch das Alter verwendeter Reifen ist im Gesetz nicht vorgeschrieben. Die Techniker des ARBÖ betonen immer wieder
- im Sinne der Verkehrssicherheit - nicht nur auf das zulässige Reifenprofil zu achten, sondern auch den Zustand der Reifen zu kontrollieren und alte, verbrauchte Reifen rasch gegen neue zu tauschen. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen bringen nun einen neuen Aspekt ins Spiel: Wer mit alten Reifen unterwegs ist und einen Verkehrsunfall auslöst, kann zur Kasse gebeten werden.

Im gegenständlichen Fall war ein Lenker mit seinem PKW auf der Autobahn mit etwa 110 km/h unterwegs. An seinem Fahrzeug waren
alte Winterreifen montiert. Es kam zu einem Reifenplatzer. Eine hinter ihm fahrende Dame versuchte mit ihrem Fahrzeug
auszuweichen, geriet ins Schleudern - es kam zu einem Unfall. ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von fast ATS 100.000,-. In der Folge
sprach der Oberste Gerichtshof der geschädigten Lenkerin vollen Ersatz zu. Begründet wurde dies mit der Tatsache, dass der andere PKW nach dem Reifenplatzer in den von der Fahrzeuglenkerin benützten Fahrstreifen geriet und dies einem verkehrswidrigen Verhalten gleichzusetzen ist. Außerdem sei bei der Verwendung
solch alter Winterreifen ein Reifenplatzer bei der gefahrenen Geschwindigkeit vorhersehbar gewesen."

Dieser Fall zeigt, dass Unfälle nicht nur dadurch vermieden werden können, indem die Verkehrsvorschriften eingehalten werden, sondern auch dann, wenn die Ausrüstung des Fahrzeuges im besten Zustand ist. Auch die Versicherung kann Schwierigkeiten machen,
wenn sich die Reifen des Fahrzeuges nicht in einem ordentlichen Zustand befinden. Der ARBÖ empfiehlt, gerade jetzt, vor Beginn der Hauptreisezeit, das gesamte Fahrzeug, und nicht nur die Reifen, zu kontrollieren.

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