Aktionstag der Eisenbahner für die Erhaltung der Nebenbahnen Budgetkürzungen bedeutet Gefahr für Nahverkehrsangebot

Linz (AKO) Die Bundesregierung hat die Budgetmittel für Investitionen in die Schieneninfrastruktur für den Zeitraum 2001 bis 2004 um neun Milliarden Schilling gekürzt. Beim heutigen Aktionstag der Gewerkschaft der Eisenbahner wurden betroffene Pendler/-innen über die Gefahr für die Regionalbahnen informiert.

"Auch wenn in Oberösterreich durch die Neugestaltung des Vertrages zwischen Land und den ÖBB vorerst ein Ende der Einstellungsdebatte erreicht wurde, dürfte das Problem noch lange nicht entgültig ausgestanden sein", sagte AK-Vizepräsident Alfred Welischek.

"Die Kürzung der Mittel hat zur Folge, dass alle geplanten Investitionen zur Streckenverbesserung auf den Regionalbahnen verschoben werden oder überhaupt gänzlich entfallen", kritisiert Alfred Welischek diese kurzsichtige Verkehrspolitik. Es zeigt sich, dass dadurch für das ÖBB-Management ein Anreiz entsteht, die Regionalbahnen überhaupt gleich abzustoßen, weil das zu einer kurzfristigen Verbesserung des betriebswirtschaftlichen Ergebnisses der ÖBB führen könnte.

Opfer einer solchen Entwicklung wären natürlich die Regionen, denen die letzten öffentlichen Nahverkehrsangebote abhanden kommen oder sich zumindest massiv verschlechtern würden. In Oberösterreich stehen konkret sechs Nebenbahnen auf dem Spiel, die jährlich 3,3 Millionen Fahrgäste befördern.

Daher wandte sich die oberösterreichische Arbeiterkammer auch an sämtliche Bürgermeister von Gemeinden, die an Regionalbahnen liegen. In einem Brief wurden die Bürgermeister über die radikale Kürzung der Schieneninvestitionen informiert. Weiters wurde eine Protestresolution an den zuständigen Minister Schmid vorgeschlagen, in der die Rücknahme dieser dramatischen Budgetkürzungen gefordert wird.

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