Kühe, Stiere und die Salzburger - BILD (web)

Die "Stierwascher" bemalen im Sommer Wiederkäuer

Salzburg (OTS) - Zweihundert lebensgroße Kühe aus Polyester werden bei "kunst + kuh - Salzburg 2000" von August bis Ende Oktober die Salzburger Altstadt in eine bunte Almlandschaft verwandeln. Die Ausstellung war bereits in Zürich und Chicago erfolgreich, neben der Mozartstadt wird heuer auch der Big Apple von Kühen bevölkert werden. Die Besucher der EXPO können sich schon jetzt einen Vorgeschmack auf das bunte Treiben in Salzburg holen. Wer lebendige Kühe jenen aus Kunststoff vorzieht, kann selbstverständlich auch diese beim Joggen, Radfahren oder Spazieren in Salzburg und seiner grünen Umgebung antreffen.

Schon im 16. Jahrhundert erwiesen sich die Salzburger als kreativ im Umgang mit den Wiederkäuern. Belagert von feindlichen Heeren suchten sie damals Zuflucht auf der uneinnehmbaren Festung Hohensalzburg. Die Belagerer versuchten, die Eingeschlossenen auszuhungern, und so zum Aufgeben zu zwingen. Doch die Salzburger hatten eine rettende Idee: Sie führten den einzig übrig gebliebenen weißen Stier auf dem Festungswall auf und ab, damit ihn jeder sehen konnte. In der Nacht aber überstrichen sie seine Haut mit brauner Farbe, am dritten Tag malten sie ihn schwarz an. Die Belagerer mussten glauben, die Geflüchteten hätten noch genügend Vorräte - und zogen ab. Unter großem Jubel wurde der Stier in die Stadt hinabgetrieben und in der Salzach wieder weiß gewaschen. Als Lohn wurde er bis zu seinem Lebensende auf der Festung verpflegt.

Zur Erinnerung an das in der Sage beschriebene Ereignis wurde auf der Festung ein gewaltiges Orgelwerk errichtet, das "Der Stier von Salzburg" genannt wurde. Diese einzige noch heute erhaltene Freiorgel Österreichs stellt mit den Melodien Paul Hofhaimers und Leopold Mozarts ein weltbekanntes Wahrzeichen dar.

Heute jedenfalls muss in der Weltkulturerbe-Stadt keine Hungersnot mehr befürchtet werden. Zahlreiche Restaurants und Gastronomiebetriebe laden Bewohner und Gäste zum Schmaus ein, vom Haubenlokal bis zur gutbürgerlichen Küche, vom Apfelstrudel bis zum Tafelspitz.

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