SonntagsArchitektur: Führungen zu drei Kirchen

Wien, (OTS) Im Rahmen der SonntagsArchitektur werden am Sonntag, den 18. Juni, drei Kirchenbauten österreichischer Architekten präsentiert. Es sind dies die Salvatorkirche am Wienerberg von Johannes Spalt, die Evangelische Glaubenskirche in Simmering von Roland Rainer und Heilig-Kreuz-Kirche in Favoriten
von Ottokar Uhl.

Als Führer stehen diesmal zur Verfügung: Barbara Achleitner, Roland Rainer, Johannes Spalt und Ottokar Uhl. Treffpunkt ist um 13.45 Uhr das Architekturzentrum Wien, 7., Museumsplatz 1. Abfahrt um 14 Uhr. Die Exkursion dauert ca. vier Stunden. Der Preis
beträgt 150 Schilling.

o Salvatorkirche am Wienerberg 1976-79, 10., Wienerfeldgasse 11

Johannes Spalt

"Es war mein Wunsch, Gemeinschaft durch Planung und
Gestaltung zu fördern", schreibt Johannes Spalt zu seinem Konzept. Spalt gelang hier eine bauliche Synthese über Kulturen hinweg, die sich genauso erlaubt, an alttürkischen Wohnbau wie an die beachtlichen Volumen slowakischer Holzkirchen zu erinnern. Der "Dreiklang" von Gerüst, Haut und Licht ist ein Produkt langer räumlicher Erfahrung. "Klassisch", im Sinne der Moderne, ist auch das Umfeld der Kirche gestaltet: der Vorhof, die Mauern, der
Sockel, die mit jedem Schritt das Besondere des Baus sichtbar machen.

o Evangelische Glaubenskirche 1962-63, 11., Braunhubergasse 20

Roland Rainer

Während es zu dieser Zeit in der Katholischen Kirche eine
tief gehende Diskussion über die bauliche Identität einer neuen Kirche gab, entstand mit Rainers Bau die Antwort von evangelischer Seite. Rainer hat hier den Begriff von Wohnlichkeit, ein zentrales Anliegen seiner Arbeit, auf das Leben einer Glaubensgemeinschaft transformiert. Auch heute noch wirkt die Anlage architektonisch frisch und unverbraucht.

o Heilig-Kreuz-Kirche 1966-67, 10., Kundratstraße 5

Ottokar Uhl

Diese Kirche wurde im Rahmen es "Montagekirchen-Programms" komplett in Holz ausgeführt. Dabei handelt es sich um ein strategisches Konzept der Wiener Diözese nach dem in Hoffnungsgebieten katholischer Gemeindebildung provisorische Bauangebote gemacht werden sollten, ohne das Risiko von Fehlstandorten teurer, massiver Kirchen einzugehen. In dieser
Kirche wurde auf bauliche Symbole und typologische Erinnerungen verzichtet; der Innenraum ist neutral und durch die Art seiner Einrichtung vielseitig nutzbar.
(Schluss) fk/rr

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