- 15.06.2000, 11:39:40
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- OTS0149
AK verlangt Abgeltungen für Pendler
Benzin enorm teuer im Vergleich zu 1999 - Finanzminister soll Mehreinnahmen aus Mehrwertsteuer Pendlern zurückgeben
Wien (AK) - Die Treibstoffpreise sind derzeit auf Rekordhöhe - im
Vergleich zum Vorjahr ist Benzin um mehr als zwei Schilling teurer,
kritisiert die AK. Die jüngste Preismeldung zeigt zwar, dass
Eurosuper 25 Groschen über dem EU-Durchschnitt liegt. Für die
Konsumenten kommt es aber auf jeden Groschen an. Daher sind
Abgeltungen für die Pendler dringend notwendig, verlangt die AK und
bekräftigt ihre Forderung nach Erhöhung des Pendlerpauschales und des
Kilometergeldes. Geld ist vorhanden, haben die AK-Experten berechnet.
Den Konsumenten kostete die Benzin-Verteuerung seit dem Vorjahr 11
Milliarden Schilling. Dem Finanzminister brachte die Mehrwertsteuer
Mehreinnahmen von fast zwei Milliarden Schilling - diese
Mehreinnahmen sollen wieder den Pendlern zurückgegeben werden.
Konsumenten sollen bei Diskontern tanken, denn Konsumenten können
sich dadurch schon einiges ersparen, rät die AK. ****
Die jüngste Preismeldung zeigt: Der Preis für Eurosuper liegt 25
Groschen pro Liter über dem EU-Durchschnitt. Die Mineralölkonzerne
haben sich also auch diese Woche an den Preisabstand gehalten.
Dennoch sind die Benzinpreise auf Rekordniveau, sagt die AK. Die
Regierung muss daher rasch Maßnahmen einleiten, um die
Mehrbelastungen für die ArbeitnehmerInnen abzugelten, verlangt die
AK:
+ Das Pendlerpauschale muss um mindestens 10 Prozent angehoben
werden.
+ Das Kilometergeld muss um 30 Groschen auf 5,20 Schilling erhöht
werden.
+ Die Länder- und die Bundespreisbehörden müssen regelmäßig die
Tankstellenpreise erheben und die billigsten Tankstellen
veröffentlichen.
Diese AK-Vorschläge können umgehend umgesetzt werden, denn das Geld
dafür soll der Finanzminister aus den Mehreinnahmen nehmen, fordert
die AK.
Im Vergleich zum Vorjahr ist Benzin um mehr als zwei Schilling
teurer. Die Konsumenten sind durch diese Verteuerung mit 11,2
Milliarden Schilling belastet worden. Dem Finanzminister brachte die
Mehrwertsteuer 1,86 Milliarden Schilling Mehreinnahmen.
Rückfragehinweis: AK Wien Presse Doris Strecker
Tel.: (01) 501 65-2677
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