SP-Tobola kritisiert Strassers Diätplan für Zivildiener

Wien (SPW) Empört zeigte sich der stellvertretende Wiedner Bezirksvorsteher Harald Tobola(SPÖ) Mittwoch im Rahmen des Servicetelefondienstes der SPÖ Wien, dass Innenminister Strasser Zivildienern nunmehr den Speiseplan des Zivilschutzverbandes für Katastrophenfälle empfohlen habe. Es sei "Zynismus pur" teilweise körperlich schwer arbeitenden jungen Menschen dieses "Diätmenü" um 38 Schilling pro Tag nahezulegen, kritisierte Tobola. Da die Differenz zwischen dem Taggeld eines Zivildieners (43 Schilling pro Tag) und dem "Hungermenü" Strassers fünf Schilling betrage, sei zu befürchten, dass FPÖ und ÖVP die "Frechheit" besitzen würden Zivildienern demnächst den Vorschlag zu unterbreiten, "den ersparten Betrag doch in die private Pensionsvorsorge zu investieren", meinte Tobola sarkastisch. Die Haltung Strassers sei "leider exakt eines jener schlechten Musterbeispiele blau-schwarzer Politik, mit denen zu Lasten der ärmsten und schwächsten Mitglieder der Gesellschaft Geld von unten nach oben umverteilt wird", unterstrich Tobola. ****

Mit der drastischen Reduktion der Zivildienerstellen behindere die Regierung das berufliche Fortkommen von rund 16.000 zukünftige Zivildienstpflichtigen, denen nunmehr eine Wartezeit von durchschnittlich drei Jahren zugemutet werde, so Tobola weiter. Darüber hinaus werde mit dieser Maßnahme die Versorgung von Kranken in den Spitälern bar jeder Verantwortung aufs Spiel gesetzt. Von der von Strasser "vorgegaukelten" Gleichstellung von Zivildienern und Wehrpflichtigen könne ebenfalls nicht die Rede sein, da Wehrdienstleistende bekanntermaßen Verpflegung und Unterkunft zur Verfügung gestellt bekommen. Dies sei dem neuen Innenminister anscheinend entgangen.

Das sei aber nicht weiter verwunderlich, da Strasser "vor lauter Streichungen schön langsam den Überblick verlieren dürfte", spielte Tobola auf die in Wien geplante Streichung von 120 Planposten bei der Exekutive an. Während die Regierung "leeren Worthüllen", in denen von mehr Gerechtigkeit und Sicherheit die Rede ist, "hinausposaunen" würde, "schnürt sie in Wahrheit ein Belastungspaket nach dem anderen und pfeift sprichwörtlich auf das Sicherheitsbedürfnis der Bürger", betonte Tobola abschließend. (Schluss) hm

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