Presseinformation zu drei Austellungen in den MAK-Studiensammlungen, Textil, Metall und Möbel.

Wien (OTS) -

  • Gegensatz und Kontinuität
  • Historischer Sammlungsaspekt METALL
  • MÖBEL AUS DEM EXIL =

Eröffnung und Presse: Dienstag, 20. Juni 2000, 20.00 Uhr Ausstellungsort: MAK-Studiensammlungen Textil, Metall und Möbel MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst Stubenring 5, A-1010 Wien
Öffnungszeiten: Di (MAK NITE) 10.00 - 24.00 Uhr,
Mi - So 10.00 - 18.00 Uhr
Mo geschlossen

Die Ausstellungen "Gegensatz und Kontinuität. Tendenzen des Textilentwurfs zwischen 1870 und 1930", "Historischer Sammlungsaspekt Metall" und "Möbel aus dem Exil - Die Wohnungseinrichtung Paul und Johanna Dozsa von Ernst Schwadron, Wien 1933" präsentieren Neuankäufe und Werke aus den reichhaltigen Sammlungen des MAK und geben ergänzend zur Ausstellung "Kunst und Industrie - Die Anfänge des Museums für angewandte Kunst in Wien" Einblick in deren Entstehungsgeschichte.

GEGENSATZ UND KONTINUITÄT. TENDENZEN DES TEXTILENTWURFS ZWISCHEN 1870 UND 1930
MAK-Studiensammlung Textil
21. 06. 2000 - 24. 06. 2001
Sammlungsleiterin: Angela Völker
Die Präsentation in der Studiensammlung Textil soll die Museumsausstellung "Kunst und Industrie", die sich mit der Frühzeit des Hauses zwischen 1864 und 1909 beschäftigt, ergänzen. Sie geht allerdings über deren Zeitrahmen hinaus. In der Ausstellung "Gegensatz und Kontinuität" werden Tendenzen der Textilproduktion zwischen Historismus und Art Deco, d. h. etwa zwischen 1865 und 1930 dokumentiert. Die Palette der gewebten, bedruckten und gestickten Textilien in dieser Schau reicht von europäischen Textilien, deren Vorbilder historische Muster waren, über solche des in England zum Ende des 19. Jahrhunderts beginnenden "arts and crafts movements" bis zu Arbeiten des internationalen und des spezifisch Wiener Jugendstils. Sie endet mit den Stoffen der Wiener Werkstätte, die zwischen 1910 und 1930 produziert wurden.

HISTORISCHER SAMMLUNGSASPEKT:
METALL MAK-Studiensammlung Metall
21.06. 2000 - 24. 06. 2001
Sammlungsleiterin: Elisabeth Schmuttermeier
Dem Aufbau der Metallsammlung des "k.k. Österrichischen Museums für Kunst und Industrie" lag vielmehr die Zufälligkeit als ein durchdachtes Konzept zu Grunde. Das Zustandekommen einer Metallsammlung anhand von vier Beispielen aufzuzeigen, ist die Intention dieser Ausstellung. Stellvertretend für die vielen Bereiche und für diejenigen Personen, die das Material von privater Seite zusammentrugen, was letztendlich die heutige Metallsammlung des MAK ausmacht, wurden Bestände der "Sammlung Figdor", der "Sammlung Castellani", Erzeugnisse der Firma des "k.k. Hofschlossers Albert Milde" sowie Objekte aus der "Kriegsmetallsammlung" ausgewählt. Angeregt durch die Ausstellung "Kunst und Industrie" und diese begleitend, wird das disparate Entstehen der Metallsammlung eines Museums aufgezeigt, die jedoch letztendlich zu einem homogenen Ganzen zusammenwuchs.

MÖBEL AUS DEM EXIL - DIE WOHNUNGSEINRICHTUNG PAUL UND JOHANNA DOZSA VON ERNST SCHWADRON, WIEN 1933
MAK-Studiensammlung Möbel
21.06. - 01. 10. 2000
Sammlungsleiter: Christian Witt-Dörring
Die Ausstellung "Möbel aus dem Exil" ist die zweite Schau des Präsentationszyklus "Das Möbel im Blickpunkt", der aktuellen Themen des Sammlungsbereichs Möbel gewidmet ist. Im Frühjahr 1998 erhielt das MAK eine Schenkung von fünf Möbelstücken. Sie wurden ursprünglich 1933 von dem Architekten Ernst Schwadron für das 1938 aus rassischen Gründen zur Emigration gezwungene Ehepaar Paul und Johanna Dozsa für die Einrichtung ihrer Wiener Wohnung (4., Theresianumgasse 11) entworfen und von der Tischlerei Vinzenz Kabele ausgeführt. Nur selten wird die Tatsache des Besitzes oder Eigentums eines Gegenstandes zum eigentlichen Bedeutungsträger im Rahmen einer Sammlung. Bei der gegenständlichen Neuerwerbung wird durch die dabei involvierten spezifischen kulturhistorischen Umstände die Begründung von öffentlichem Eigentum zur sinnstiftenden Aussage. Mit der Inventarisierung der fünf Möbelstücke konnte nämlich nicht nur eine materielle Sammlungslücke, sondern vor allem eine emotionale beziehungsweis= e moralische Gedächtnislücke geschlossen werden. Sie bildet die Voraussetzung für ein kulturelles Selbstverständnis, dessen Stimulierung und Propagierung sich das MAK zur Aufgabe gemacht hat.

Ausstellungsdaten

GEGENSATZ UND KONTINUITÄT
HISTORISCHER SAMMLUNGSASPEKT METALL
MÖBEL AUS DEM EXIL

Eröffnung/Presseführung Dienstag, 20. Juni 2000, 20.00 Uhr Ausstellungsort MAK-Studiensammlungen Textil, Metall und Möbel MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien

Rahmenprogramm Zur Ausstellung Kunst und Industrie
Dienstag, 20. Juni 2000, 19.00 Uhr
MAK-Vortragssaal
Diana Reynolds, Historikerin, Universität San Diego
ALOIS RIEGL UND DAS K.K. MUSEUM FÜR KUNST UND INDUSTRIE

Ausstellungsdauer Gegensatz und Kontinuität
MAK-Studiensammlung Textil
21. 06. 2000 - 24. 06. 2001

Historischer Sammlungsaspekt Metall
MAK-Studiensammlung Metall
21. 06. 2000 - 24. 06. 2001

Möbel aus dem Exil
MAK-Studiensammlung Möbel
21. 06. - 01. 10. 2000

Öffnungszeiten Di (MAK NITE) 10.00 - 24.00 Uhr,
Mi - So 10.00 - 18.00 Uhr, Mo geschlossen

Ausstellung Elisabeth Schmuttermeier (Metall),
Angela Völker (Textil), Christian Witt-Dörring (Möbel) Technische Leitung Harald Trapp, Philipp Krummel

Katalog und CD-ROM Kunst und Industrie - Die Anfänge des Museums für angewandte Kunst, Hrsg. von Peter Noever. Mit 22 Textbeiträgen, 321 Seiten, 134 s/w Abbildungen.

Ergänzende CD-ROM (Hybrid für PC und Mac) unter besonderer Berücksichtigung von historischen Bild- und Textquellen sowie Film-und Fotomaterial, ATS 350.-

Führungen Schulklassen, Gruppen und Sondertermine gegen Anmeldung: Gabriele Fabiankowitsch, Tel. 01-711 36-298

MAK-Eintritt öS 90,00/öS 45,00.

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Email: presse@mak.at Wien, 14. 06. 2000

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