LR Knotzer: Neue Anforderungen im Wohnbau - Wohnbau der Zukunft

Wohnbauenquete Junges Wohnen am 14. Juni in Stockerau

St. Pölten, (SPI) - Welche Anforderungen sehen Fachleute und Experten im "Wohnbau der Zukunft", welche neuen Entwicklungen und Trends müssen berücksichtigt werden, damit eines der Grundbedürfnisse der Menschen - Wohnen - bestens erfüllt werden kann und Wohnen Lebensqualität garantiert. Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich heute eine hochrangig mit Fachleuten und Wissenschaftlern sowie Kommunalvertretern, Bauträgern und Architekten besetzte Wohnbauenquete unter dem Titel "Junges Wohnen" in Stockerau. Ein weiteres Schwerpunktthema: Günstiges Wohnen für Jugendliche und Jungfamilien.****

"Vor allem bevölkerungspolitische Entwicklungen sind es, die den Wohnbau vor neue Herausforderungen stellt. Jugendliche werden früher "flügge", sie wollen früher einen eigenen und leistbaren Wohnraum. Junge Familien hingegen brauchen günstigen, aber dennoch modernen, attraktiven und vor allem funktionalen Wohnraum. Immer mehr Singlehaushalte bedingen mehr Wohnungen, aber auch kleinere Wohneinheiten. Steigende Scheidungsraten verursachen leider ebenso eine größere Wohnungsnachfrage. Mobilität und Flexibilität im Berufsleben fordern dies ebenso im Privatleben ein. Flexibilität im Job, Flexibilität beim Wohnen und beim Lebensmittelpunkt, Flexibilität mit der Wohnung - Entwicklungen, die auch in Österreich Platz greifen", umschreibt Niederösterreichs Wohnbaureferent Landesrat Fritz Knotzer die Entwicklung.

Wohnbaulandesrat Fritz Knotzer hat daher die Initiative "Junges Wohnen" ins Leben gerufen. Die Eckdaten: Wohnkosten inkl. Betriebskosten für 35 m2 um 1.770,-, 50 m2 für 2.607,- 70 m2 für 3.554,- ATS. Voraussetzungen: Gemeinde stellt Grundstück gratis zur Verfügung, daher kein Baukostenzuschuß für das Grundstück durch die Mieter. Volle Ausschöpfung der Förderungsmöglichkeiten im Rahmen der Wohnbauförderung des Landes Niederösterreich. Mehr als 30 Gemeinden in NÖ haben bereits Interesse gezeigt, bereits mehr als 500 Anrufer haben sich in der Landesregierung über diese Aktion von LR Fritz Knotzer erkundigt und wären interessiert.

Univ.-Doz. Dr. Sabine Pollak und Univ.-Doz. Dr. Herbert Keck, TU Wien, referierten über neue Entwicklungen im Bereich Bautechnik, Architektur und Ausstattung in USA und Europa, Mag. Eva Bauer vom Verband der Gemeinnützigen Wohnbauträger sprach über Entwicklungen im Bereich der Finanzierung und Wohnbauförderung. Meinungsforscher Mag. Dr. Werner Beutelmeyer ging in seinem Beitrag und in der nachfolgenden Diskussionsrunde auf die neuen Trends ein. Weitere Vortragende waren u.a. Arch. DI Konrad Schermann, Arch. DI Kurt Heidecker, Arch. DI Herbert Neuhauser.

"Wir wollen in Niederösterreich rechtzeitig auf die neuen Trends reagieren und damit rechtzeitig den nachgeforderten Wohnraum zur Verfügung stellen. Wir wollen keine "Wohnung von der Stange", sondern Wohnraum für Individualisten und ihre Ansprüche. Große Badezimmer werden zum Refreshing-Gesundheitsraum, Wohnzimmer werden zum Multimediaraum, die Küchen werden kleiner, dafür Wohnzimmer auch als Essraum aufgewertet", so LR Knotzer über die Zielrichtung Niederösterreichischer Wohnbaupolitik. "Zur Wohnbauförderung muss festgestellt werden, dass Niederösterreich auf keine Wohnbauförderungsmittel verzichten kann. Im Gegensatz zu vielleicht anderen Bundesländern haben wir einen anhaltenden Wohnbaubedarf, großen Nachholbedarf gibt es vor allem im Bereich der Altbausanierung, der Dorferneuerung sowie im Bereich der Revitalisierung der Dorf- und Stadtzentren. Daher keine Streichung niederösterreichischer Wohnbauförderungsmittel durch den Finanzminister - dies würde nicht nur 30.000 Arbeitsplätze gefährden, sondern auch der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes nachhaltig schaden", so LR Fritz Knotzer abschließend.
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