"Kleine Zeitung" Kommentar: "Windel wechseln" (von Günter Lehofer)

Ausgabe vom 10.06.2000

Graz (OTS) - Was muss eine österreichische Ministerin tun, um den britischen Premier Tony Blair sanft und sanktionsaufhebungswillig zu stimmen?

Wer bei der "Millionenshow" im Fernsehen gewinnen will, müsste antworten: Blumen für Tonys Frau Cherie. Er kommt eine Runde weiter. Ganz begeistert in die Hände patschen, wenn der gute Tony ganz besonders salbungsvoll spricht. Das bringt viele Geldpunkte.

Aber am besten ist, man nehme Leo Blair zur Hand, das jüngste Kind des Tony, und wechsle sachkundig die Windeln. Leo muss man dabei zum vergnügten Quietschen bringen. So ein Minister-Kindermädchen verdient einen britischen Orden, sagt dann Papa Blair. Den kann der Premier Blair aber nur überreichen, wenn die Beziehungen wieder hergestellt sind. Der Gewinn in der Millionenhsow ist mit dem Tipp gesichert.

Ferrero-Waldner hat leider keine Zeit fürs österreichische Fernsehen. Daher tappte sie in die Falle. Sie traf Maggie Thatcher. Die Erzfeindin von Tony und der EU. Dafür wird es Blair-Sanktionen geben. Und das Ende beim Auftritt in der Millionenshow. ****

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