Politik? Wissenschaft? Grauzone!

Salzburger Forderungen nach einem neuen GSM Grenzwert von Wissenschaftern nicht getragen!

Wien (OTS) - Die sogenannte "Salzburger Resolution", das Ergebnis der gestern abgeschlossenen Internationalen Konferenz zur Situierung von Sendemasten als wissenschaftlich einheitliche Position darzustellen, ist nicht nur aus der Sicht des Forum Mobilkommunikation (FMK) völlig inakzeptabel. Auch beteiligte international anerkannte Wissenschafter distanzieren sich unmissverständlich vom "Salzburger Vorsorgewert" zur Begrenzung elektromagnetischer Felder, da er auf keiner wissenschaftlich begründbaren Basis beruht.

"Neue, bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse wurden erwartungsgemäß in den beiden vergangenen Tagen nicht präsentiert", fasst Michaela Reeh vom FMK zusammen. Ebenso wenig überraschend war auch, dass sich zwei der beteiligten Wissenschafter - nämlich jene, die tatsächlich international wissenschaftliche Anerkennung genießen - klar von der gestern verabschiedeten "Salzburger Resolution" distanzierten. Die beiden renommierten skandinavischen Experten Sandström und Hamnerius waren an der Abschlusskundgebung am Podium nicht mehr vertreten, unterstützten die Resolution nicht und unterzeichneten demgemäß auch das Dokument nicht. Ihre deutlich ablehnende Haltung haben sie durch ihre persönlichen Stellungnahme vor dem Publikum zur Kenntnis gebracht.

"Neu hingegen war für uns, dass sich die Salzburger Landessanitätsdirektion nicht mehr ausschließlich um eine Grenzwertreduktion im Bereich GSM einsetzt, sie will jetzt den gesamten Hochfrequenzbereich mit willkürlich ermittelten Werten regeln", zeigt sich Reeh verwundert. Denn nun werden auch für die restlichen Anwendungen im Hochfrequenzbereich plötzlich eine Grenzwertreduktion auf ein Hundertstel der ÖNORM S1120 gefordert wird, was ebenso wissenschaftlich nicht nachvollziehbar ist wie der von Salzburg geforderten Grenzwert für GSM Sendestationen. Mit diesem - fiktiven - Wert, der ein Zehntausendstel der gültigen Normen beträgt und dem FMK hinlänglich bekannt ist, kann die Netzversorgung in der gewohnten Qualität nicht aufrecht erhalten bleiben. 300.000 Handyuser im Bundesland Salzburg, das sich Telekommunikations- und Technologiekompetenz zuschreibt, sind davon betroffen. Eine weitere logische Folge ist eine massive Beeinträchtigung der Wirtschaft des Landes, des Fremdenverkehrs und des Kongresstourismus.

Das Publikum, das sich eine seriöse wissenschaftliche Auseinandersetzung erwartet hatte, wurde gestern bitter enttäuscht. Zuhörer, die zuvor einen neutralen Zugang zur Thematik hatten, wurden zutiefst verunsichert. "Umweltpolitik auf Kosten von Angst", lautet Reehs Resummee. Zur Orientierung an tatsächlich wissenschaftlichen Aussagen, verweist sie auf die jüngst in Wien abgehaltene, international hochkarätig besetzte Videokonferenz des Forschungszentrums Seibersdorf (http://www.arcs.ac.at, orf. http://science.orf.at) und das heute beginnende jährliche Treffen der Bioelectromagnetic Society
http://www.bioelectromagnetics.com/meetings/2000meeting.html in
München.

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