Görg/Ederer: Wien positioniert sich als Internationaler Knotenpunkt

Wien, (OTS) Wien unterstütze die begonnene Liberalisierung
des Telekommunikationsbereiches, um sich langfristig auch als Knotenpunkt (Schaltstelle zwischen Ost/West und Nord/Süd) zu positionieren, war heute der Tenor einer gemeinsamen
Pressekonferenz von Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg und Stadträtin Mag. Brigitte Ederer. Das Telekommunikationsgesetz aus dem Jahr 1997 gebe nationalen aber auch internationalen Netzbetreibern die Berechtigung öffentlichen Grund zur Verlegung von Telekommunikationsleitungen zu benützen. Speziell im letzten Jahr habe die Stadt verstärktes Interesse bei Netzbetreibern beobachtet, sich in Wien als Telekommunikationsschaltstelle zu etablieren.

Die Schaffung von Arbeitsplätzen dieses New-Economy-Bereiches sowie Umsatzsteigerungen des Wirtschaftsstandortes wären ausschlaggebend für die Stadt gewesen, Telekommunikationsdienstleistern bei Genehmigungen
entgegenzukommen bzw. gut zu kooperieren. Bis 2003 schaffe das
neue Geschäftsfeld in Wien 9000 neue Arbeitsplätze.

Des einen Leid, des anderen Freud - viele Wiener VerkehrsteilnehmerInnen fühlen sich durch die damit verbundenen punktuellen Aufgrabungen gestört und behindert. Seit 1998 bis zum Mai dieses Jahres wurden in Wien rund 65 Gehsteigkilometer für Telekommunikationsleitungen aufgegraben. Zusätzlich wurden im selben Zeitraum 80 km Datenleitungen in Abwasserkanälen verlegt. Bis zum Ende dieses Jahres sollen noch weitere 80 km Gehsteig für Leitungskabeln aufgegraben und weitere 80 km in Abwasserkanälen eingebaut werden.****

Die Liste der Konzessionsinhaber ist über die Telecom-Control, Österreichische Gesellschaft für Telekommunikationsregulierung mbH. kurz Telekom-Control erhältlich (Internetadresse: www.tkc.at/).

New Economy bringt Wien bis 2003 rund 9000 Arbeitsplätze

Die Liberalisierung des Telekom-Marktes hat für Wien positive Beschäftigungseffekte erbracht. Das kann nach nur vier ein halb Jahren eindeutig festgestellt werden und geht auch aus einer WIFO-Studie hervor, die für das Jahr 1999 von zusätzlichen 6.000 Arbeitsplätzen in Österreich spricht. Allein in Wien sind 4.500 dieser neuen Arbeitsplätze entstanden. Diese Zahlen betreffen nur die unmittelbare Telekommunikationswirtschaft, also die Telekommunikationsausstatter, die Mobilfunk- und Festnetzbetreiber sowie die Dienstleister, also etwa Internet-Provider. Positive Auswirkungen auf den Handel sind in dieser Berechnung noch nicht inkludiert.

Insgesamt wird die Beschäftigung im Telekommunikations- und Medienmarkt in Österreich von rund 58.300 Personen im Jahr 1999
auf 69.020 Personen im Jahr 2003 steigen, prognostiziert das WIFO
in einer im Mai 2000 erschienenen Studie, die im Auftrag des WAFF durchgeführt wurde. Für Wien bedeutet das eine Steigerung der Beschäftigungszahlen von 37.250 auf 44.010. Diese Zahlen müssen noch um die Abgänge bei der Telekom Austria korrigiert werden. Telekom-Abgänge können nur in geringem Umfang von anderen Anbietern übernommen werden. Damit dürfte sich in Österreich die zusätzliche Nachfrage dieses Sektors nach Arbeitskräften bis 2003 in Österreich auf rund 13000 Personen und in Wien auf rund 9000 Personen belaufen.

Aus diesen Zahlen ist ersichtlich, dass sich Wien eindeutig
als der New Economy Standort in Österreich positioniert. Die Politik der Stadtregierung setzt daher auf Rahmenbedingungen, die ein weiteres Florieren der New Economy in Wien unterstützen:

o rasche, unbürokratische Genehmigungen etwa bei Aufgrabungen (3

Monate, trotz bis zu 46 Verhandlungspartnern)
o so erfreulich diese Beschäftigungsprognosen sind, so groß ist die

damit verbundene Herausforderung für den Ausbildungssektor. Diesbezügliche Initiativen sind dringend notwendig. Noch im Juni dieses Jahres wird daher im Wiener Gemeinderat eine breite Fachhochschulförderung (Volumen: 150 Mio. S) beschlossen. Der WAFF

kooperiert zusätzlich durch das "Cluster Support Programm" bereits

eng mit den Wiener IT-Unternehmungen. Darüber hinaus hat die Stadt Wien zu einem "Wiener Qualifizierungsdialog" eingeladen,
um

gemeinsam mit der Wirtschaft Maßnahmen zu entwickeln, die die Nachfrage nach IT-Arbeitskräften befriedigen.

Bis Ende 2000 sollen weitere 80 Gehsteig-km für Telekommunikationsleitungen aufgegraben werden

Wien wird jetzt im Zusammenhang mit dem Aufbau komplett neuer und hochleistungsfähiger Telekommunikationsnetze für den Transport und die Verteilung rasant wachsender Datenströme ein Knotenpunkt zwischen West und Ost, Nord und Süd.

Speziell durch die positive Zusammenarbeit der Stadt Wien mit alternativen Betreibern (Erstes Beispiel war Anfang 1999 der koordinierte Ausbau eines Teiles des 1. Bezirkes innerhalb kürzester Zeit mit mehreren Leitungsbetreibern) wird Wien von
immer mehr ausländischen Investoren als Netz-Standort ins Auge gefasst. Wie sehr das Interesse hier gestiegen ist, zeigt die
Anzahl der verlegten Leitungskilometer im Jahresvergleich.

Die Planungen für einen Netzausbau können oft nur kurzfristig vorgenommen werden, wobei eine Koordinierung bzw. gemeinsame Verlegung mehrerer Leitungen auf Grund von Platzproblemen in den Gehsteigen immer problematischer wird.

Die endgültige Festlegung der Telekommunikationstraße und die Koordinierung mit weiteren Baumaßnahmen im Straßenbereich erfolgt in der so genannten Trassenfestlegungsverhandlung, bei der bis zu
45 Einbautenträger und zuständige Magistratsdienststellen, sowie die jeweilige Bezirksvorstehung eingeladen werden.

Zur Zeit werden von 15 Telekommunikationsbetreibern in Wien Netzausbauten vorgenommen:

o Wienstrom TK*
o Telekom Austria AG
o Telekabel Wien
o Colt Telekom Austria GmbH.
o Cyber Tron Austrian Digital Telekom GmbH.
o European Telecom Int. AG
o maxmobil Telekommunikations Service GmbH.
o Memorex Telex Communikations AG
o GTS Acces Services Vienna GmbH.
o MCN Millenium Communikation Network GmbH.
o IT Austria Informationstechnik GmbH.
o UTA Telekom AG
o tele-ring Telekom Service GmbH.
o Riviera Networks GmbH.
o Well.Com Datenhighway Burgenland GmbH.

*Wienstrom hat im Jahr 1999 rund 300 km Glasfaserkabeln in Gehsteigen, Oberleitungen der Wiener Linien und Fernwärmekanälen verlegt, im Jahr 2000 kommen weitere 250 km dazu.

Einige derzeit in Bau oder bereits abgeschlossene Großprojekte:

o 3., Marxergasse, Rasumofskygasse
o 4., Wiedner Hauptstraße
o 7., Mariahilfer Straße
o 7., Kaiserstraße
o 12., Wienerbergstraße
o 10./23., Triester Straße

Bei den oben angeführten Projekten wurden bzw. werden Leitungen von 5 bis 8 Leitungsbetreibern mit bis zu 30 Rohren und Schläuchen gemeinsam verlegt, wobei die endgültige Wiederinstandsetzung der aufgegrabenen Flächen rasch nach
erfolgter Schließung der Künette durchgeführt wird (Beispiel -siehe Mariahilfer Straße). (Schluss) lei/sto

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