Forderung nach Senkung der AK-Umlage beruht auf Unkenntnis

AKNÖ-Direktor Guth stellt Fehleinschätzungen richtig!

Wien (OTS).- Für den Direktor der Arbeiterkammer Niederösterreich, Mag. Helmut Guth, bestätigt sich ein länger gehegter Verdacht: Den Forderungen nach Senkung der AK-Umlage liegen bei vielen Politikern Fehlinterpretationen von Jahresabschlüssen und Vermögensbilanzen der AK zugrunde. Guth stellt auf diesem Weg die Aussagen des freiheitlichen Klubobmanns Westenthaler im Parlament richtig:

1. Die AK Niederösterreich besitze ein ungerechtfertigt angehäuftes Kapital von 600 Millionen Schilling. Dieses "Kapital" entspricht, wie auf der Aktivseite der Bilanz nachzulesen, nichts anderem als dem Wert der Anlagen, also den Gebäuden und bebauten Grundstücken. Gerade in einem so großen Bundesland wie Niederösterreich ist es besonders wichtig, nah am Mitglied zu sein und die Arbeitnehmer vor Ort zu beraten. Deshalb habe man 24 Bezirks- und Servicestellen. Von Kapital-Kummulierung also keine Rede.

2. Lediglich 12,5 Millionen Schilling werden für Rechtsschutz- und Rechtsberatung verwendet.
Wahr ist - und auch im Rechnungsabschluß nachzulesen: In Summe hat die AK Niederösterreich 1999 nicht weniger als 263 Millionen für den Bereich Rechtsschutz/Rechtsberatung aufgewendet. Der Großteil davon wurde von den eigenen Juristen und Experten geleistet, jene 12,5 Millionen, von denen Westenthaler spricht, sind lediglich die Ausgaben für zusätzliche externe Rechtsanwälte.

Für Direktor Guth bestätigt sich mit der gestrigen Wortmeldung Westenthalers jedenfalls der langgehegte Verdacht, dass viele Politiker die tatsächlichen Zahlenwerke in der AK nicht genau kennen, worauf auch die Forderung nach einer Umlagensenkung basieren dürfte. Er appelliert deshalb an die politischen Parteien, sachlich richtig zu argumentieren und durch das falsche oder ungenaue Zitieren die Leistungen für die Arbeitnehmer nicht zu gefährden.

Die AK Niederösterreich habe sich in den letzten Jahren jedenfalls zu einem modernen, effizienten und professionellen Dienstleistungsunternehmen entwickelt, was das ISO 9001-Zertifikat bestätige. Die richtigen Zahlen zeigen, dass die AKNÖ den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern täglich hilft und ihnen weit mehr bringt, als sie kostet: So bekommen die AK-Mitglieder für jeden Schilling, den sie einzahlen, mehr als 3 Schilling zurück.

1999 gelang es, nicht weniger als 660 Mio Schilling direkt für die Beschäftigten zu erkämpfen. Das sind vorenthaltene Überstunden, nicht ausbezahlte Abfertigungen, Hilfe bei dubiosen Verträgen, etc. Allein die Kreditzinsberechnungen bringen den betroffenen Kreditnehmern im Durchschnitt 43.000 Schilling. Rund 100.000 Arbeitnehmer lassen sich pro Jahr von der NÖ Arbeiterkammer beraten bzw. kostenlos vor Gericht vertreten.

Für die Mitglieder der AK sind diese Leistungen unverzichtbar: Wie aus Umfragen hervorgeht, möchten über drei Viertel keine Änderung in der AK-Finanzierung, zwei Drittel lehnen es ab, wenn für Leistungen extra gezahlt werden müsste.

Für das Serviceangebot stehen 300 AK-Expertinnen und Experten zur Verfügung, die jederzeit erreichbar sind: Entweder unter der Servicenummer 0802/3232 zum Nulltarif oder in den 24 Bezirks- und Servicestellen oder über die Internet-Homepage www.aknoe.at.

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