KHM-Direktor Wilfried Seipel fordert "Anhebung des Budgets für die Bundesmuseen".

Anhebung auf 1,1 Milliarden oder "Einsparungen im personellen Bereich und bei Ankäufen". Vorausmeldung zu Format 24/00

Wien (OTS) - Zwei Wochen nach Bundestheater-Chef Georg Springer,
der die "Deckelung" des Bundestheaterbudgets kritisierte, schlägt Wilfried Seipel Alarm. Der Direktor des Kunsthistorischen Museums, das ab 15. Juni die Großausstellung "Karl V." zeigt, warnt davor, daß die Bundesmuseen bei gleichbleibendem Budget (920 Millionen) "Probleme bekommen". Seipel im Interview mit FORMAT: "Das Problem trifft die Bundesmussen natürlich genauso wie die Bundestheater. Und deshalb muß es wohl innerhalb von zwei Jahren eine Anhebung des Sockelbetrags geben. Andernfalls kommen wir mit dem Geld nicht aus."

Seipel fordert eine Anhebung des Budgets auf 1,1 Milliarden: "Bei den Budgetverhandlungen wurde ein Betrag von 1,1 Milliarden angepeilt. Das Finanzministerium schraubte den Betrag aber auf 920 Millionen zurück. Jetzt zeigt es sich, daß es damals klug gewesen wäre, wenn man dem höheren Betrag zugestimmt hätte, um sich derart eine Gesetzesänderung in absehbarer Zeit zu ersparen."

Und Seipel schildert die schlimmen Konsequenzen im Falle einer Nicht-Aufstockung des Budgets: "Es muß ja schon allein aufgrund der steigenden Lohnkosten - 1999 waren es sechseinhalb Millionen mehr als im Vorjahr - bei den Bundesmuseen nachjustiert werden. Zwar können wir immer noch auf einen Eigenfinanzierungsgrad von 43 Prozent stolz sein. Aber sobald weniger Besucher kommen, bekommen die Museen ein Problem. Dann müssen wir bei Ausstellungen und im personellen Bereich sparen. Dann können wir nichts mehr ankaufen."

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