FORMAT: FPÖ Burgenland hat Landeshauptmann bereits im November 1996 vor Risikokrediten der Bank Burgenland gewarnt

Klubobmann Wolfgang Rauter informierte Rechnungshof vor drei Wochen über "nicht kalkulierbares Risiko"

Wien (OTS) - Wolfgang Rauter, Klubobmann der FPÖ Burgenland, hat Landeshauptmann Karl Stix bereits am 16. November 1996 auf wackelige Kredite der Bank Burgenland an die Howe AG des seit Dienstag per internationalem Haftbefehl gesuchten Alejandro Gualterio Hom-Rusch gewarnt. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner morgen erscheinenden Ausgabe.

FORMAT zitiert Rauter mit den Worten: "Ich habe Stix damals bei einer Sitzung der Landesregierung darauf aufmerksam gemacht, daß die Bank Burgenland viel zu riskante Kredite an Unternehmen des Herrn Doktor Hom-Rusch vergeben hat." Wie das Magazin weiter berichtet, hat Rauter zuletzt drei Wochen vor der Flucht des gebürtigen Bolivianers, am 18. Mai dieses Jahres, in einem Brief den Rechnungshof-Beamten Bernd Hofmann auf das "nicht kalkulierbare Risiko" hingewiesen, das die mehrheitlich in Landesbesitz stehende Bank dabei eingegangen sei.

Wie FORMAT weiter berichtet, haben die Staatsanwaltschaften Eisenstadt und Wien bereits im Vorjahr Ermittlungen wegen Kridaverdachts gegen Unternehmen der Howe-Gruppe aufgenommen, die laut dem Magazin der Bank Burgenland durch zumindest seit 1997 gefälschte Bilanzen Kredite in der Höhe von rund 1,5 Milliarden Schilling herausgelockt haben. Howe-Chef Hom-Rusch, so FORMAT weiter, habe dazu gefälschte Prüfungsvermerke der Wiener Wirtschaftsprünfungsgesellschaft Contacta verwendet. Contacta-Geschäftsführer Walter Mika: "Wir sind am Montag von der Bank Burgenland zu Details der Vorjahresbilanz der Howe AG gefragt worden, die wir nur ein einziges Mal 1994 geprüft haben und haben sofort Anzeige erstattet."

Laut FORMAT ist es dem flüchtigen Chef der Howe AG dadurch gelungen, bei einem Jahresumsatz von zuletzt 700 Millionen Schilling ein Grundkapital von 510,4 Millionen Schilling auszuweisen, wobei er neben der Bank Burgenland auch eine Reihe deutscher Aktionäre getäuscht hat. Die letzte Kapitalerhöhung setzte Hom-Rusch im Februar dieses Jahres durch, als ein Prüfbericht der Bankenaufsicht über die Problemkredite bereits vorlag. Das Magazin zitiert zwei deutsche Unternehmer, die angeben, daß der am Dienstag zurückgetretene Bank Burgenland-Generaldirektor Enrst Gassner ihnen persönlich im Herbst 1998 in München ein Engagement als Aktionär bei der Howe AG empfohlen habe. Der Kauf der Aktien sei sogar mittels Krediten der Bank Burgenland abgewickelt worden. Eine Darstellung, die Gassner in einem Exklusiv-Interview mit FORMAT zurückweist (siehe Interview in eigner OTS).

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