Lunacek: UN-Frauenkonferenz will Erweiterung des Familienbegriffs

Abwesenheit Sickls ein Glücksfall für fortschrittliche Frauenpolitik

Wien (OTS) "Auf der UN-Frauenkonferenz in New York wurde ein wesentlich erweiterter Familienbegriff diskutiert. Insbesondere sollen verschiedenen Familienformen von Großfamilie, Kernfamilie, AlleinerzieherInnen und gleichgeschlechtlichen Familien gleichberechtig anerkannt werden", berichtet die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, nach ihrer heutigen Rückkehr aus New York.

"Ministerin Sickl mit ihrem konservativ-reaktionären Frauenbild hätte sich schwer getan, für diese Erweiterung des Familienbildes zu kämpfen. Sie hätte sich in dieser Debatte wohl eher auf die Seite der islamisch-fundamentalistischen Staaten geschlagen als auf jene der Verfechter dieses erweiterten Familienbegriffs. Insofern war ihre Abwesenheit in New York ein Glücksfall", so Lunacek.

Neben dieser Erweiterung des Familienbegriffs wurde vor allem über eine Sichtweise der Frauen als Individuen, unabhängig von Mutterschaft und Familien- und Ehepflichten, diskutiert. "Auch bei dieser Debatte hat Ministerin Sickl nicht wirklich gefehlt, da sie Frauen immer nur im Zusammenhang der Familie sehen will", so Lunacek.

Die Abgeordnete der Grünen hat schließlich auf dieser Konferenz Quotenregelungen für Frauen gefordert und eine weltweite Bindung der Parteienfinanzierung an den Frauenanteil. "Nur so ist die beschämend geringe Anzahl von Frauen in Parlamenten zu heben", begründete Lunacek. Die Abgeordnete hofft schließlich, daß die österreichische Botschafterin Irene Freudenschuß-Reichel, die schon das Schlußdokument in Peking erfolgreich verhandelt hat, nun auch in New York noch das Beste für Österreichs Frauen herausholen wird.

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