BauarbeiterInnen enttäuscht über FPÖVP-Abgeordnete

Driemer: Regierung gegen Bauarbeiter

Wien (GBH/ÖGB): "Es ist enttäuschend, mit welcher Kaltschnäuzigkeit die Abgeordneten der Regierungsparteien ihr Belastungspaket am Rücken der ArbeitnehmerInnen durchgezogen haben, " betonte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB Vizepräsident, Johann Driemer, anlässlich des namentlichen Abstimmungsverhaltens der Nationalratsabgeordneten bei den Anträgen zum Arbeitsrechtsänderungsgesetz 2000.++++

"Für uns BauarbeiterInnen ist es unverständlich, wie sich Abgeordnete der Regierungsparteien ArbeitnehmervertreterInnen nennen können und gleichzeitig den BauarbeiterInnen ein solches Belastungspaket aufbürden," stellte Driemer fest. "Persönlich betroffen bin ich vor allem von dem Verhalten der ÖAAB Abgeordneten," so der GBH-Bundesvorsitzende der weiter meinte, dass "hier wird offensichtlich parteipolitische Interessen vor ArbeitnehmerInneninteressen gestellt wird.".

Bedenklich sind für Driemer auch Berichte, wonach BM Bartenstein in der Einführung eines Teilurlaubes nach 26 Anwartschaftswochen einen Ausgleich für die massiven Belastungen durch die Erhöhung der Anwartschaftswochen für einen vollen Urlaubsanspruch von BauarbeiterInnen von 46 auf 47 bzw. von 47 auf 48 Wochen sieht. "Die Gewerkschaft Bau-Holz hat eindringlich vor dieser Maßnahme gewarnt und alle Abgeordneten darauf hingewiesen, dass dies einen Einkomensverlust von rund 1 200 S für jeden Bauarbeiter bedeutet", stellt Driemer klar. Dramatisch für die BauarbeiterInnen ist auch, dass eine große Zahl von BauarbeiterInnen in einem Jahr keinen vollen Urlaubsanspruch mehr erwerben wird.

Driemer weiter: "Wir werden jeden Bauarbeiter und die Öffentlichkeit in geeigneter Weise über das Abstimmungsverhalten der Nationalratsabgeordneten informieren. Die Bau-und HolzarbeiterInnen werden auch in Zukunft geeignete Maßnahmen setzen, um die Regierung zu bewegen, ihren einseitigen Belastungskurs gegen die ArbeitnehmerInnen aufzugeben".

ÖGB, 7. Juni 2000
Nr. 477

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