"Die Presse"-Kommentar: "Kriegsverbrechen" von Andreas Schwarz

Ausgabe vom 8. 6. 2000

WIEN (OTS). Krieg ist etwas objektiv Unerwünschtes, Schmutziges und oft genug
für Unschuldige Tödliches. Das gilt auch für die letztjährige Nato-Aktion gegen Jugoslawien, die einen der schmutzigsten Kriege -Belgrads Mordfeldzug gegen die Kosovo-Albaner - stoppen sollte, und bei der auch den Alliierten Fehler unterlaufen sind.
Nahe dem Jahrestag des Endes der Bombardements hat "amnesty international" festgestellt, daß die Nato bei ihren Luftangriffen "Kriegsverbrechen" verübt hat, weil sie vor allem durch Angriffe aus großer Höhe Zivilistenschutz nicht ausreichend gewährleisten konnte. Die Gefangenenhilfsorganisation gestand gleichzeitig ein, sich auf fremdem Terrain zu bewegen und eine Evaluierung von Notwendigkeit und Rechtsgrundlage des Nato-Vorgehens nicht vornehmen zu können. Eine Auflistung der serbischen Kriegsverbrechen hat "amnesty" aus Anlaß des Endes des Kosovo-Krieges übrigens nicht vorgenommen. . .

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