Der Gen-Schlankheits-Trick

Wien (OTS) - Bei der Regelung des Körpergewichts spielt Leptin,
ein Eiweißstoff , den der Organismus je nach genetischer Veranlagung in größerem oder geringerem Maß produziert, eine nicht unwesentliche Rolle. In ersten Studien wurde die Zufuhr des Stoffes bei Übergewichtigen erprobt.

Die Idealfigur für jedermann - diesem Ziel sind Forscher in den letzten Jahren einige Schritte näher gekommen. Ein Stoff mit dem Namen Leptin konnte 1994 von Prof. J. M. Friedmann von der Rockefeller University in New York isoliert werden. Der Eiweißstoff, dessen Bezeichnung von dem altgriechischen Wort leptós, das heißt schlank, abgeleitet wurde, wird im Fettgewebe produziert und sendet Signale an einen Leptin-Rezeptor im Hypothalamus. Dadurch kommt es in der Folge zu einer Regelung der Sättigung und einer Anregung beziehungsweise Erhaltung der Energieabgabe.

Ein Mangel an Leptin kann angeboren sein oder durch eine Schädigung des Hypothalamus verursacht werden. Beides kann Auslöser für Übergewicht sein. Durch die Zufuhr von Leptin wird die Nahrungsaufnahme reduziert und die Energieabgabe erhöht. Fehlt der Stoff, kommt es zu einem gesteigerten Hungergefühl und somit meistens zu einer erhöhten Energieaufnahme.

Wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung berichtet, konnte bei einem neunjährigen pakistanischen Mädchen mit einem Gewicht von 94,4 kg und einer Körpergröße von 140cm durch eine Leptinbehandlung eine Gewichtsreduktion von 16,4 kg erzielt werden. Ob diese Resultate verallgemeinert werden können, ist noch fraglich. Versuche mit Mäusen ergaben jedoch deutliche Hinweise auf eine hungerdämpfende und gewichtssenkende Wirkung von Leptin.

Messen statt Wiegen!

Zur Bestimmung des Körperumfangs empfiehlt es sich, mit dem Body-Mass-Index (BMI) - Körpergewicht dividiert durch Körpergröße in Metern zum Quadrat - und der sogenannten Waist-to-hip-ratio (WHR) -dem Quotienten aus Taillen- und Hüftumfang - zu arbeiten, da sie bei der Bestimmung von Übergewicht präzisere Aussagen liefern als reines Wiegen. Der WHR zeigt vor allem die Art der Körperfettverteilung, also ob jemand ein "Apfeltyp" ist oder "Birnenform" aufweist. Bei einem WHR größer 1 bei Männern und größer 0,85 bei Frauen besteht Untersuchungen zufolge ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Von Übergewicht spricht man übrigens ab einem BMI von 25.

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