Telekom Austria Bilanz 1999: Umsatzplus und gestiegene Kosten

Wien (OTS) - Telekom Austria Gruppe stellt Ergebnis des Jahres
1999 vor: Jahresüberschuss von 3,2 Mrd. ATS - deutlicher Schuldenabbau - aber gestiegene Kosten.****

Das vergangene Jahr war das erste echte Wettbewerbsjahr für die Telekom Austria, das mit einem Umsatzplus von 4,6 Mrd. ATS abgeschlossen werden konnte. Generaldirektor Heinz Sundt, seit 11. April 2000 an der Spitze der Telekom Austria, zum abgeschlossenen Bilanzjahr: "Obwohl sich die Anzahl der Mitbewerber potenziert hat, -allein im Festnetzbereich vervierfachten sich die Telekom-Anbieter -konnte ein knapp 10%iges Plus auf einem Umsatzerlös von 51,2 Mrd. ATS erzielt werden."

Das Betriebsergebnis der Telekom Austria Unternehmensgruppe sank im selben Zeitraum um 45,6 % auf 6,2 Mrd. ATS. "Der Ergebnisrückgang ist das Resultat gestiegener Kosten", so Sundt. "Im Wettbewerbsumfeld, vor allem in jenem des heiß umkämpften Mobilfunkmarktes, sind einerseits die Marketingaufwendungen erheblich angewachsen. Das Steigen an Traffic durch die neuen alternativen Anbieter bringt andererseits auch wesentlich höhere Interconnectionkosten - nämlich rund 2 Mrd. ATS - mit sich, die negativ auf das Ergebnis wirken."

Der Ergebnisrückgang im Bereich Mobilkommunikation (von 3,1 Mrd. ATS auf 2,5 Mrd. ATS) ist aufgrund der Ankaufsverluste der VIP-NET in Kroatien zurückzuführen.

Investitionen in höherwertige Technologien - geringe Finanzverbindlichkeiten

Die Anlageinvestionen des Telekom Austria Konzerns für 1999 sind um knapp eine Milliarde mehr auf 13,5 Mrd. ATS anstiegen. Im Festnetzbereich, in dem die Telekom Austria einen Marktanteil von 85 % gemessen am Minutenvolumen inne hat, konnten sich Investitionen in höherwertige Technologien in Pluspunkte verwandeln: Die ISDN-Anschlüsse haben eine große Nachfrage erlebt und konnten um 62 % zulegen. Weitere Kennzeichen für die hohe technologische Führerschaft der Telekom Austria sind einmal der ADSL-Roll Out per Ende 1999, der die Basis für die fortschreitende Internet-Entwicklung in Österreich darstellt. Zum zweiten konnte die Voll-Digitalisierung Österreichs im Dezember 1999 erreicht werden.

"Die Investitionspolitik hat sich vor allem im Mobilfunkbereich bewährt. Der Sprung von 2,3 Mrd. ATS auf 4,0 Mrd. ATS für den Einsatz von Zukunftstechnologien sehe ich als den richtigen Weg an", so Sundt. mobilkom austria investierte im Vorjahr in den Netzaufbau ihrer Tochter VIP-NET und in das 1800er Funknetz, das sie erstmals im Frühjahr 1999 in Betrieb nahm.

Der Cash Flow deckt nicht nur die getätigten Investitionen, sondern konnte auch zum Schuldenabbau verwendet werden. Damit reduzierten sich die Nettofinanzver-bindlichkeiten der Telekom Austria auf 35,5 Mrd. ATS, was im Vergleich zu 1998 (44,8 Mrd. ATS) einen deutlichen Schuldenabbau darstellt.

Erfolgsstorys Mobil-, Datenkommunikation und Internet

Höchst erfolgreich war die Telekom Austria Gruppe auf den Märkten Mobilfunk, Internet und Datenkommunikation: "mobilkom austria und ihre mehrheitliche kroatische Tochter VIP-NET schrieben eine unvergleichliche Erfolgsstory: mobilkom austria hielt Ende 1999 einen Marktanteil von 53 %, VIP-NET schaffte innerhalb eines halben Jahres einen über 50%igen Marktanteil. Wir setzen im kommenden Jahr auf eine Fortschreibung dieses mobilen Triumphes", so Sundt.

Die Datakom konnte im Vorjahr mit dem Markt wachsen und hält bei einem Marktanteil von 30 %. Die Telekom Austria ist mit A-Online Österreichs größter Internet-Provider mit 107.000 Usern und 22 % Marktanteil.

Strategische Ausrichtung: Kostensenkung

"Das so dargestellte Ergebnis der Telekom Austria Gruppe zeigt gestiegene Umsätze aber auch gestiegene Kosten", resümiert Sundt. Im zweiten Liberalisierungsjahr bewegte sich die Telekom Austria dennoch stabil wachsend auf dem Parkett des zunehmenden Wettbewerbs. "Unsere Position war sicher, wie die höheren Umsätze zeigen. Die Kostenentwicklung innerhalb des Konzerns belasteten aber das Ergebnis überproportional. Aus diesem Grund wird eine rasche Kostensenkung durchzuführen sein, um eine Trendumkehr zu erreichen", so Generaldirektor Sundt.

Sundt wird die weitere Ausrichtung des Telekom Austria Konzerns im Juni der Öffentlichkeit im Detail präsentieren.

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