AK: "Keine vagen Versprechen, Frau Gehrer!"

Ausbildung in berufsbildenden Schulen muss gesichert sein

Wien (AK) - Bildungsministerin Gehrer muss garantieren, dass im Herbst jede Schülerin, jeder Schüler den gewünschten Platz in einer Handelsakademie, HTL oder Fachschule bekommt - und nicht in eine Schule seiner/ihrer zweiten oder dritten Wahl verwiesen wird. Darum gehe es, wenn die AK vor drohendem Lehrermangel in den berufsbildenden Schulen warnt - und nicht um Zahlenspielereien, erklärt heute, Mittwoch, Inge Kaizar, Leiterin der AK Abteilung Bildungspolitik. Sie reagiert damit auf die Aussage Gehrers, statt bis zu 1.000 Lehrern für insgesamt 15.000 SchülerInnen würden "nur" 300 bis 400 Lehrer fehlen. "Auch das ist schlimm genug", sagt Kaizar. "Die Bildungsministerin soll die Zahlen nach Schulen und Bundesländern offen legen und dann dafür sorgen, dass es ausreichend Lehrer gibt. Schüler und Eltern sollen nicht um den Schulplatz ihrer Wahl zittern müssen." ****

Bei der AK häufen sich in den letzten Wochen die Meldungen, dass 14-Jährige schon jetzt keinen Platz mehr in der berufsbildenden Schule ihrer Wahl bekommen. Und es könne ja sein, dass es im Herbst irgendwo in Österreich trotz Lehrermangel noch freie Schulplätze an berufsbildenden Schulen geben wird, sagt Kaizar. Nur: "Was nützt einem 15-Jährigen ein Platz in einer Fremdenverkehrs-Schule, wenn er an einer Informatik-Schule lernen will, wo es aber leider zu wenige Lehrer gibt?" Kaizar kritisiert, dass Gehrer den drohenden Lehrermangel mit Sonderverträgen beheben will. Stattdessen, so Kaizar, sollen arbeitslose Bundeslehrer für zum Beispiel naturwissenschaftliche Fächer zu "Fachlerern" für Informatik umgeschult werden, sollen neu eintretenden Lehrern die Vordienstzeiten angerechnet werden, muss die Regierung das Auffangnetz unbefristet verlängern.

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