Blecha: Pensionisten sind keine Bittsteller

"Werden von der Regierung verhöhnt und missachtet"

Wien (OTS) - "Massive Pensionskürzungen, eine unglaubliche Belastungswelle z.B. bei Rezeptgebühren und Selbstbehalten und saftige Steuer- und Gebühren-Erhöhungen führen zu einer dramatischen Verschlechterung der Lebenssituation der älteren Generation. Und darüber hinaus werden ältere Arbeitnehmer vom Arbeitsplatz verdrängt oder sind berufsbedingt krank geworden und werden dann noch von der Regierung dafür bestraft", zeigte sich der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, anlässlich der heutigen parlamentarischen Behandlung zum Thema Pensionen betroffen und diagnostiziert: "Das Klima für die ältere Generation ist schlecht."

Die Auswirkungen der Pensionsreform können laut Blecha nur als "Pensionskürzungen" aufgefasst werden, denn die Regierung plant,

+ kommende Pensionserhöhungen unter der Teuerungsrate

+ dafür Einmalzahlungen für sozial Schwache, die namensgemäß nur einmal gewährt werden und die eigentliche Pensionsbasis unverändert lässt

+ Pensionskürzungs-Tricks bei der Berechnung des Anpassungsfaktors

"Damit bricht die Regierung ihr Wort und Bundeskanzler Schüssel hält seine Zusage aus dem Vorjahr nicht ein, wonach die Wertsicherung der Pensionen außer Streit steht", ist Blecha empört.

"Österreichs Senioren, die dieses Land aufgebaut und zu den reichsten Ländern der Welt gemacht haben, werden von der derzeitigen FPÖVP-Regierung verhöhnt und missachtet. Es kann nicht sein, dass Österreichs Pensionisten fast täglich von der Regierung ausgerichtet bekommen, wie teuer sie sind, was sie kassieren und dass sie schuld an der prekären Budgetlage sind. Dagegen verwahre ich mich namens zwei Millionen älterer Österreicherinnen und Österreicher, wir sind keine Bittsteller", so Blecha.

Der Seniorenvertreter erneuerte auch seine Überlegungen zur langfristigen Finanzierung des gesamten Sozialsystems. Blecha: "Die Wertschöpfung erfolgt in zunehmenden Maße durch kapitalintensive Betriebe, die wenig Beiträge an die Pensions- und Krankenversicherung leisten. Andererseits muss der lohnintensive Bereich überdurchschnittlich für die soziale Sicherheit in Österreich aufkommen, weil die einzige Bemessungsgrundlage für Sozialleistungen die Löhne und Gehälter darstellen. Daher müssen wir wertschöpfungebezogene Elemente in die Finanzierung des gesamten Sozialsystems einbauen", fordert Blecha abschließend.

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