ÖGB-Spitze droht in NEWS erstmals offen mit Streik. Günther Weninger, Vizepräs. des Gewerkschaftsbundes: "Werden Protestmaßnahmen setzen - Warnstreiks miteingeschlossen"

Wien (OTS) - - Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FPÖ): "Streik kein Untergang des Abendlandes". Scharfe Töne gegen die
Gewerkschaft: " Blockadeorganisation, die nur nur eine
kleine privilegierte Gruppe vertritt". FPÖ-Chefin fordert:
"Gewerkschafter müssen raus aus dem Parlament".
Vorausmeldung zu NEWS Nr. 23, 8. Juni 2000 =

Die Fronten zwischen Regierung und Gewerkschaft
verhärten sich zusehends. In der morgen erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins NEWS droht nun die ÖGB-Spitze erstmals offen mit Streik. Günter Weninger, Vizepräsident des Gewerkschaftsbundes und Chef der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten: "Wenn Vernunft einkehrt, werden wir verhandlungsbereit sein. Wenn nicht, dann werden wir Protestmaßnahmen setzen ? Warnstreiks miteingeschlossen. Wir werden nicht im stillen Kämmerlein protestieren". Weniger weiter: "Es kann passieren, dass wir zu italienischen Verhältnissen kommen. Die Regierung provoziert möglicherweise einen Streik. Wir haben das Gefühl gehabt, die Verhandlungen waren Scheinverhandlungen."

Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (FPÖ) gibt sich von den starken Tönen unbeindruckt. Mehr noch: Sie attackiert im NEWS-Interview die Gewerkschaften hart. "Die Gewerkschaften sind in Österreich nur Blockadeorganisationen", so die Vizekanzlerin. Sie würden "nur eine kleine privilegierte Gruppe vertreten". Streiks, sagt die Vizekanzlerin, "beunruhigen mich überhaupt nicht. Das ist nicht der Untergang des Abendlandes".

Geht es nach dem Willen der Vizekanzlerin, sollen überdies künftig keine Gewerkschafter mehr im Parlament verteten sein: "Gewerkschafter müssen raus aus dem Parlament. Ich bin für eine Trennung von Interessensvertretung und Parlamentarismus. Denn das hat immer dazu geführt, dass Gewerkschafter auf der Straße gegen etwas demonstriert haben und es im Parlament beschlossen haben".

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

NEWS-Chefredaktion
Tel.: 01/213 12/113 DW

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEE/OTS