NEWS-Exklusiv-Interivew: OASIS-Sänger Liam Gallagher zum Ausstieg seines Bruders

Vorausmeldung zu NEWS 23/00, 8. Juni 2000

Wien (OTS) - Was NEWS 21/00 über die Tour der Gruppe Oasis und
den Ausstieg von Mastermind Noel Gallagher wusste, ging jüngst um die Welt. Nun erteilte Sänger und einziges Gründungsmitglied der britischen Skandalband Liam Gallagher den ultimativen Sanktus: Nach 200 Interview-Absagen an Spitzenmedien wie "Rolling Stone", "Stern" und "London Times" gewährte er NEWS das weltweit einzige Interview nach der Krise.

Liam Gallagher zum Split: " Noel und ich hatten etliche Drinks und diskutierten über eine Sache, die ich nicht mag: Seine idiotischen Solopläne. Ein Wort gab das andere, ein kleiner Kampf, und er fuhr heim.

Und das war's. Wir haben ärgere Situationen glimpflicher überstanden."

Die Situation, so Liam Gallagher in NEWS, sei daraufhin hart gewesen: " Die Band vor dem Ende, meine Frau im Spital, die Klatschpresse voll Mist. Ich weiß nicht, was mit mir passiert wäre, wenn wir uns aufgelöst hätten. Aber ich musste weitermachen, auch weil ich endlich wissen will, ob ich von meinen Bruder abhängig bin oder es ohne ihn schaffe."

Liam Gallagher über seinen streitbaren Bruder: "Er muß jetzt mit sich selbst ins Reine kommen und verstehen, dass es nicht um Egos, sondern um die Band geht. Mittlerweile sollten wir beide wissen, dass Streitigkeiten zwischen uns wohl unvermeidlich sind. Aber man muss sich stellen und darf nicht davonlaufen. Aber Oasis sind nicht die Musiker, sondern die Songs."

Aufsehenerregendes verheißt Liam Gallagher für den Fall, dass Noel die Band für immer verlassen habe: "Wenn er wirklich nicht mehr zurückkehren will, haben wir folgenden Plan: Wir lösen uns uns auf beginnen unter anderem Namen von neuem! Dann muß ich endlich auch nicht mehr ständig seinen Songs singen.

Er selbst, so Gallagher abschließend, habe seit dem Split in seelischer Hinsicht keine guten Zeiten hinter sich: "Ich bin froh, dass ich wieder auf der Bühne stehen kann. Die Tage der Ungewissheit in irgendwelchen Hotelzimmern gingen mir mental ziemlich nahe. Ich habe dabei jede Menge Songs geschreiben, eine Art Musik-Therapie. Rock'n'Roll war immer gut zu mir, und ich weiß, dass ich mich nun einzig und allein auf die Musik als Seelentröster verlassen kann. Ich scheiss' auf Seelenklempner, was wissen denn die schon über mich? Mit all meinen Problemen würde ich doch jeden Psychiater zu Tode erschrecken.

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