Franz Fischler im NEWS-Interview: "Sanktions-Ende noch unwahrscheinlich" - EU-Kommissar übt indirekt Kritik an Schüssel, namentliches Lob für Ferrero

Vorausmeldung zu NEWS 23/00 vom 8. Juni 2000

Wien (OTS) - Der österreichische EU-Kommissar Franz Fischler warnt in einem Interview in der morgen erscheinenden neuen Ausgabe von NEWS vor übertriebenen Hoffnungen in den EU-Gipfel, der in zehn Tagen in Feira über die Bühne geht : "Es ist sehr unwahrscheinlich schon dort die Sanktionen endgültig abzuschaffen. Es wäre schon sehr viel erreicht, sie einmal stillzulegen oder auszusetzen." Denn, so Fischler in NEWS: "Man kann jetzt nicht erwarten, daß Belgien oder Frankreich eine 180-Grad-Wendung vollziehen."

Indirekt scharfe Kritik übt Fischler im NEWS-Gespräch an jüngsten Erklärungen von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel: "Wenn es auch für manche Österreicher ? die meinen, "wir brauchen nicht handeln, weil wir doch nichts Unrechtes getan haben" ? äußerst unangenehm klingt:
Diese Position kann man schon einnehmen, aber nur von selber verschwinden die Dinge nicht. Wenn man als erstes Interesse hat, dass das Ganze aufhören soll, muß man wirklich bereit sein, auch ein Stück des Weges mit denen zu gehen und verhindern, daß in der Sache jemand sein Gesicht verliert."

Namentliches Lob kommt von Fischler für VP-Außenministerin Benita Ferrero-Waldner: "Ich bin persönlich für jenen Weg zu einem Sanktionsende, den die Frau Außenministerin versucht hat auf den Azoren einzuleiten. Dass man miteinander ins Gespräch kommt ? aber auf vertraulicher Ebene. Derzeit wird zu viel öffentlich gesprochen, das bringt keine Lösung."

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