VP-Strobl: Lehrlingsstiftungen sind Überbrückungsmaßnahmen

Wien (ÖVP-Klub) Das, was 1997 von der rot-schwarzen Bundesregierung als Überbrückungsmaßnahme zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit beschlossen wurde, werde nun unter der schwarz-blauen Bunderegierung konsequenterweise auslaufen. Dies erklärte heute VP-Gemeinderat Walter STROBL zum Thema Lehrlingsstiftungen im Wiener Stadtparlament.***

1996 hatte es eine Jugendarbeitslosigkeit von 6,7 % gegeben, nun, im Mai 2000, sei diese Quote auf 4,5 % gesunken. Sämtliche Maßnahmen, wie etwa die Entlastung der Betriebe von den Sozialversicherungsbeiträgen, die steuerlichen Freibeträge sowie eine Reihe neuer Lehrberufe und der Ersatz der Ausblidungsprüfungen für einige Berufe (Notariat, Steuerberater) würden nun Wirkung zeigen. "Derzeit gibt es in Österreich wieder mehr Ausbildungsplätze als Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen", freute sich STROBL.

Das duale Ausbildungssystem habe sich national und international voll bewährt, erklärte der VP-Politiker. "Alle Motivationsstrategien für die Wirtschaft haben voll gegriffen." Es sei daher sinnvoll, alle Tendenzen, die eine Art von "pragmatisierter amtlicher Beschäftigungspolitik" zum Ziel haben und damit längerfristig das duale Ausbildungssystem untergraben und vernichten, nun wieder auslaufen zu lassen. Dies sei auch schon 1997 von der damaligen rot-schwarzen Koalition so vereinbart und beschlossen worden.

Auffangnetze, wie die Lehrlingsstiftungen, seien sehr sinnvolle Überbrückungsmaßnahmen, "sind aber selbst von der SPÖ im Jahr 1997 als kurzfristige Maßnahme beschlossen worden". Es sei daher unverständlich, wenn sich jetzt, nachdem sich die Situation am freien Arbeitsmarkt wieder entspannt hat, ausgerechnet die Wiener SPÖ über das Auslaufen dieser Modelle beschwert. STROBL erinnerte die Wiener SPÖ an die gemeinsame Pressekonferenz von Vzbgm Grete LASKA und Wirtschaftskammerpräsident Walter NETTIG vom 7. August 1997 wo es am Schluß ausdrücklich geheißen hatte: "Grundsätzlich ist eine Neustrukturierung des gesamten Systems notwendig. Eine Problemlösung, die sich nur auf Sofortmaßnahmen stützt, darf keinesfalls zum Prinzip werden." STROBL rief die Wiener SPÖ auf, zu ihren eigenen Aussagen zu stehen und die Grundsätze von Vereinbarungen ernst zu nehmen und zu beherzigen.***

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