Riepl: Angebliche Gleichstellung ist sozialpolitischer Schwindel

ÖGB verwehrt sich gegen Verwendung des Begriffs "Aktion Fairness"

Wien (Gewerkschaft Metall - Bergbau - Energie/ÖGB) "Die angebliche Gleichstellung der Arbeiterinnen und Arbeiter mit den Angestellten, die heute im Nationalrat beschlossen wird, ist der größte sozialpolitische Schwindel der zweiten Republik", sagt Franz Riepl, Zentralsekretär der Gewerkschaft Metall - Bergbau - Energie.++++

Die Metallergewerkschaft hat im Jahr 1995 die Initiative zu einer echten Angleichung der 1,3 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter an die Angestellten ergriffen. Gemeinsam mit den Arbeitergewerkschaften und dem ÖGB haben über 300.000 Menschen die "Aktion Fairness" mit ihren Unterschriften unterstützt. Mit der "Aktion Fairness" des ÖGB sollten die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Bereichen Entgeltfortzahlung, Freistellungsansprüchen und bei den Kündigungsfristen an die Angestellten angeglichen werden.

"Was die Regierung jetzt als tolle Leistung verkauft, ist Schwindel", sagt Riepl. Denn bei den Kündigungsfristen und bei den Freistellungsansprüchen passiere in der Praxis überhaupt keine Angleichung. Und auch bei der Entgeltfortzahlung gebe es keine echte Gleichstellung. Die Arbeiterinnen und Arbeiter bekämen jetzt das, was für die Angestellten pro Erkrankung gelte, pro Arbeitsjahr.

"Wir verwehren uns dagegen, dass das, was heute beschlossen wird, unter dem Titel Aktion Fairness läuft", sagt Riepl. "Das ist nicht einmal die Hälfte von dem, was die Aktion Fairness des ÖGB und seiner Gewerkschaften für die Arbeiterinnen und Arbeiter erreichen wollte. Im Gegenteil: Das ist eine Unfairness in größter Dimension."

ÖGB, 7. Juni 2000
Nr. 467

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