Wiener Gemeinderat (2)

24 Millionen für EDV-Geräte für Berufsschulen

Wien, (OTS) GR Martina Ludwig (SPÖ) stellte den Antrag, der Gemeinderat möge 24,6 Millionen Schilling für die Anschaffung von EDV-Geräten für Berufsschulen genehmigen.

GR Mag. Alexandra Bolena (LIF) begrüßte diese Initiative, es müsse aber hinterfragt werden, ob auch die Folgekosten gedeckt seien. Außerdem sehe sie Probleme bei der Ausbildung der Lehrer. Sie kritisierte, dass die Berufsschultage nur mit Vertretern der Regierungsparteien durchgeführt würden, das sei zu verurteilen, die Oppositionsparteien müssten miteinbezogen werden.

GR Susanne Jerusalem (G) kritisierte den fast eine Woche dauernden Ausfall der Telefonanlage im Rathaus, das sei angesichts der Technologieoffensive in den Berufsschulen eine Blamage für die Stadtverwaltung. Sie meinte, dass die Lehrer in den Berufsschulen für die neuen Technologien nicht genügend ausgebildet seien. Die Mädchen müssten in den neuen technischen Berufen mehr gefördert werden. Das Auslaufen der Lehrlingsstiftungen sei nicht zu vertreten, sagte sie.

GR Prof. Walter Strobl (ÖVP) verwies darauf, dass in den letzten Jahren die Jugendarbeitslosigkeit drastisch gesunken sei, Österreich habe mit einer Jugendarbeitslosenquote von 4,5 Prozent einen der besten Werte in Europa. Die Lehrlingsstiftungen seien
vor vier Jahren als Überbrückungsmaßnahmen eingeführt worden, sie könnten das duale Berufsausbildungssystem langfristig nicht ersetzen. Das duale System habe sich bewährt. Man müsse den Betrieben Anreize geben, um Lehrlinge vermehrt auszubilden. Die Wirtschaft habe gegenüber der Jugend eine Verantwortung.

GR Johann Römer (FPÖ) begrüßte die Investition in EDV-Anlagen, warnte aber vor den Folgekosten. Auch er kritisierte,
dass an den Berufsschultagen nur Vertreter der Stadtregierung eingeladen seien. Zu den Lehrlingsstiftungen meinte er, das Auffangnetz sei eine temporäre Maßnahme gewesen, die aber langfristig das bewährte duale Berufsausbildungssystem nicht ersetzen könne. In die Lehrlingsausbildung müsse aber künftig mehr investiert werden, er erinnerte an den "Pakt mit der Jugend" der neuen Bundesregierung, die das erreichen werde. (Forts.) fk/rr

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