Grollitsch für Verschärfung des Tierversuchsgesetzes

Wien, 2000-06-07 (fpd) - Der freiheitliche Tierschutzsprecher Dr. Udo Grollitsch kündigte im gestrigen Plenum des Nationalrates an, den nächsten Schritt zur Erfüllung des Tierschutz-Volksbegehrens durch eine weitere Verschärfung des Tierversuchsgesetzes setzen zu wollen, und gab sich optimistisch, auch den Koalitionspartner dafür zu gewinnen. ****

Anläßlich der Debatte im Zuge der Verabschiedung des "Bundesgesetzes über das Verbot des Inverkehrbringens von kosmetischen Mitteln, die im Tierversuch überprüft worden sind" wies Grollitsch darauf hin, daß man eigentlich schon 1998 im Zuge der Novelle zum Tierversuchsgesetz eine entsprechende EU-Richtlinie hätte umsetzen können, doch habe die damalige Bundesregierung ihren Willen durchgesetzt, bis zum letztmöglichen Termin, dem 30. Juni 2000, Tierversuchskosmetika noch im Markt zu belassen. Nun werde, so der freiheitliche Tierschutzsprecher weiter, ein "kleines Gesetz", das vom Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen zu vollziehen sei, beschlossen. Die Kosmetikindustrie habe sich nunmehr zwingend einer Substitutionsmethode zu befleißigen und ohne Tierversuche zu forschen.

Der nächste Schritt müsse die Weiterentwicklung des Tierversuchsgesetzes sein, so Grollitsch mit Nachdruck. Dieses normiere nämlich in § 4, daß sich Tierversuche am jeweils anerkannten Stand der Wissenschaften zu orientieren hätten. Da Tierversuche inzwischen aber weitgehend substituiert werden könnten, seien endlich die in der Pharma-Industrie beheimateten Zauderer durch eine zeitgemäße Anpassung des Tierversuchsgesetzes zu unterstützen. Der freiheitliche Tierschutzsprecher zitierte dabei den Frankfurter Verein "Ärzte gegen Tierversuche", der immer wieder mit guten Argumenten auf die Entbehrlichkeit von Versuchen am lebenden Tier hingewiesen habe.

Grollitsch betonte, daß diese Initiative weitgehend eine Konsensmaterie betreffe, und richtete abschließend das Wort an seine Abgeordnetenkollegen: "Ich lade sie alle ein, diesen nächsten Schritt - auch zur Erfüllung eines Anliegens des Tierschutzvolksbegehrens -zu setzen." (Schluß)

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