LHStv. Bauer: Stroke-Units - ein Meilenstein in der NÖ Gesundheitspolitik

25 Millionen Schilling für flächendeckende Schlaganfall-Akutbehandlung in NÖ

St. Pölten, (SPI) - Der Schlaganfall als dritthäufigste Todesursache und Ursache der häufigsten schweren Behinderungen im Erwachsenenalter in allen industrialisierten Staaten ist nicht nur in seiner gesundheitsökonomischen Bedeutung erkannt, es sind vor allem das menschliche Leid und die mit einer Behinderung verbundenen familiären Belastungen von weitreichender Bedeutung für die Betroffenen. Wird ein Schlaganfall frühzeitig erkannt und innerhalb von 180 Minuten entsprechend ärztlich versorgt, so hat man gute Chancen, den Schlaganfall ohne Folgen bzw. mit geringeren Folgen zu überstehen. "Dies war die Motivation, in Niederösterreich eine flächendeckende Versorgung mit Schlaganfallakutbehandlungseinrichtungen - sogenannten "Stroke-Unit-Einheiten" - aufzubauen. Im Krankenhaus St. Pölten, in Wr. Neustadt sowie in Gugging sind bereits jeweils 6 Betten in Betrieb, in der Neurologie in Horn sollen 4 Betten mit Herbst dieses Jahres in Betrieb gehen und im KH Mistelbach sollen, nach der Fertigstellung des Neubaus, ebenso 4 bis 6 Betten eingerichtet werden", so Gesundheitsreferent LHStv. Dr. Hannes Bauer, auf dessen Initiative die Stroke-Unit-Einheiten geschaffen wurden.****

Der Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS), Bereich Gesundheit, veranstaltet heute, am 7. Juni 2000 um 10.00 Uhr, im Haus 1a, Ostarrichisaal, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten, eine Enquete zur Schlaganfallversorgung in NÖ. Es gilt als erwiesen, dass bei "Stroke Units" im Vergleich zur Behandlung in medizinischen Allgemeinstationen die Sterberate nach Schlaganfällen um 20 Prozent geringer ist und dass deutlich bessere Ergebnisse im Hinblick auf bleibende Behinderungen erzielt werden. Es wurde nun in Zusammenarbeit mit den internistischen und neurologischen Fachabteilungen und mit Hilfe des logistischen Know-How der Not- und Flugärzte ein landesweites Konzept erstellt, das in den einzelnen Versorgungsregionen an die geographische Situation und die vorhandenen Gegebenheiten angepasst wurde.

"Dabei ist hervorzuheben, dass mit den aus einer Sonderfinanzierung aus meinem Ressort aufgebrachten Mitteln in der Höhe von rund 25 Millionen Schilling (öS 1 Mio./pro Stroke-Unit-Bett) ein wirklich effizientes System aufgebaut wurde. Die neurologischen Fachabteilungen werden in enger Kooperation mit dem an jeder internistischen Abteilung eingerichteten multiprofessionellen "Stroke-Team" (Internisten, Neurologen, Physiotherapeuten etc.) die adäquate Versorgung aller Patienten regional in den Versorgungsregionen sicherstellen. Durch eine klar strukturierte Ablauforganisation bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten sollen damit vor allem unnötige Zeitverzögerungen für den Therapiebeginn und damit verbunden bleibende Behinderungen vermieden werden. Ich freue mich, dass es uns gemeinsam gelungen ist, diese flächendeckende Versorgung zu erreichen und damit im NÖ Gesundheitswesen eine hochqualitative Weiterentwicklung und Verbesserung für die Patientinnen und Patienten zu erreichen", so LHStv. Dr. Bauer bei der heutigen Enquete.
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