PETROVIC(I) FORDERT IQ-VERGLEICH ZWISCHEN ESKIMOS UND KHOL Grüne: Entschuldigung Khols für rassistischen Fauxpas noch immer ausständig

Wien (OTS) "Klubobmann Khol liebt es parlamentarisch salopp, auch wenn er dabei einmal kurz rassistische Vergleiche im Parlament bemüht. So zeigte sich Khol in seiner gestrigen Parlamentsrede zutiefst überzeugt, dass 'ja selbst der dümmste Eskimo nichts falsch' machen kann. Wie denn auch, denn es schließt ein, dass diese wie Khol das Richtige machen und sich bestenfalls zu Khol, dem Wissenden, gesellen können.

Um sich aber tatsächlich mit den Eskimos vergleichen zu können - die im übrigen Inuits genannt werden, was Khol großzügig übersieht - muss sich Khol erst einem IQ-Vergleich mit dem Volk der Inuits stellen. Die Überlegenheit der wilden alpenländischen Bergvölker, zu der sich der VP-Obmann offensichtlich trotz gemischter Elternschaft zählt, lässt Khol hoch von Tiroler Berggipfeln tief herab auf ein indigenes Volk blicken, dessen Wurzeln sicherlich älter sind, als jenes der Bajuwaren, zu denen sich Khol mit seinem zur Schau getragenem Tirolertum gerne gesellt. Oder wollte Khol im Parlament sich nur als Hobby-Ethnologe outen, für die ihm aber auf universitärem Boden rasch die Lehrbefugnis entzogen worden wäre?

Tatsache ist, dass der Klubobmann der ÖVP bis heute kein Wort der Entschuldigung über diesen eindeutig rassistischen Fauxpas über die Lippen gebracht hat. Interessant ist dabei nur, in welcher Geschwindigkeit sich die ÖVP selbst an der Spitze verhaidert hat. Es dürfte daher dem gewandelten Weltbilds Khols entsprechen, daß die Faulen im Süden, die Dummen im Norden und die Klugen in der alpenländischen Region beheimatet sind. Nur einer darf sich dumm stellen, nämlich der freiheitliche NÖ-Chef Niederösterreichs, sogar, um die Sprache Khols zu bemühen, dümmer als bei den Eskimos erlaubt ist. Doch das reicht noch immer aus, um freiheitlicher Landesparteiobmann zu bleiben. So einfach ist die Weltsicht des ÖVP-Klubobmannes geworden, die er einst um seinen Verfassungsbogen bereichert hatte, von dem er heute allerdings nichts mehr wissen will", stellt die stellvertretende Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic fest, und ersucht Khol dringend, dem Parlament weitere ethnologische Expertisen zu ersparen. Bleibt zum Schluß nur mehr die Frage, ob sich die Aussenministerin nach diesem Khol-Fauxpas zu einem Freundschaftsbesuch in Grönland aufrafft.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: pressebuero@gruene.at

Pressebüro der Grünen im Parlament

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/FMB