Österreichs Communication Company als Global Player: Kapsch-Tochter liefert Mautsystem für Malaysia

Wien (OTS) - Dass auch österreichische Unternehmen in bestimmten Segmenten des High-Tech-Weltmarktes eine führende Rolle spielen können, beweist Kapsch im Bereich der elektronischen Verkehrsleitsysteme. Nach einem Großauftrag im südamerikanischen Cordoba erhielt die schwedische Tochterfirma CTS - Combitech Traffic Systems jetzt den Auftrag zur Planung und Installation eines elektronischen Mautsystems in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur.

Kapsch ist schon seit vielen Jahren am Sektor Verkehrsleitsysteme engagiert und hat eine Reihe interessanter eigener Produkte entwickelt und installiert, unter anderem das erste flächendeckende, nationale elektronische Telematiksystem für die Abbuchung von Ökopunkten. Um seine Position am Weltmarkt auszubauen, erwarb Kapsch im Vorjahr die Abteilung Mauttechnik von Bosch und zu Beginn des heurigen Jahres die SAAB-Tochter CTS, ein führender Anbieter für elektronische Mautsysteme. Mit den eigenen Entwicklungen und den Produkten von CTS verfügt Kapsch nun über zwei Produktlinien, die -wie es die jüngsten Aufträge bestätigen - auf den nun auch weltweit zum Standard werdenden und von Kapsch mit entwickelten europäischen Normen basieren.

Das elektronische Mautsystem für Malaysia wird an die Gamuda-Mujur Minat Joint Venture geliefert, die von der Konzessionsgesellschaft SPRINT (Sistem Penyuraian Trafik KL Barat Sdn Bhd) mit der Ausführung des Straßenmautsystems beauftragt wurde. SPRINT verfügt über eine 30jährige Konzession für die Finanzierung, den Bau und den Betrieb von mautpflichtigen Autobahnen in Kuala Lumpur und ist in der malaysischen Hauptstadt der größte und wichtigste Konzessionsinhaber dieses Bereiches. CTS erwartet aufgrund der Bedeutung dieses Kunden, dass die Gamuda Group in den nächsten Jahren über 400.000 Transponder (Empfangsgerät im Fahrzeug zur Abbuchung bzw. Kontrolle der Maut) in Auftrag geben wird.

Das elektronische Mautsystem der Kapsch Tochter CTS wird vorerst auf allen sechs Fahrspuren der Western Kuala Lumpur Traffic Dispersal Scheme installiert.

Das von CTS unter dem Markennamen Tollmatic angebotene ETC-System (Electronic Toll Collection) arbeitet mit Mikrowellentechnik auf Basis des europäischen CEN-Standards, der bereits in 16 Ländern Verwendung findet. Knapp zwei Millionen Transponder und Anlagen für über 1600 ETC-Fahrspuren wurden bislang geliefert.

Der weltweite Durchbruch des CEN-Systems ist auf eine Reihe von Vorteilen - etwa störungsfreie und auch durch widrige Witterungsbedingungen unbeeinflusste Datenübertragung zwischen Fahrzeug und straßenseitigen Antennen - zurückzuführen, die die Mikrowellentechnik gegenüber anderen, etwa in den USA oder Japan entwickelten Technologien aufweist. Dieser Großauftrag - noch dazu aus einem Land, das oft als Referenz für Infrarot-Lösungen angeführt wird - ist ein weiterer und deutlicher Beiweis für den Siegeszug der Mikrowellentechnologie.

Kapsch erwartet für den ETC-Bereich in den nächsten Jahren weltweit deutliche Steigerungsraten. Mit dem eigenen know-how und dem Erwerb der beiden Tochterfirmen sieht sich die österreichische Firma bestens gerüstet, um auf diesem Sektor eine führende Rolle im weltweiten Wettbewerb spielen zu können. Das seit 1892 im Eigentum der Familie Kapsch stehende Unternehmen verzeichnet gegenwärtig mit insgesamt 2500 Beschäftigten einen Umsatz von ATS 4.539 Mio.

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