Pflegende Angehörige brauchen dringend Unterstützung! - Fonds Gesundes Österreich und Österreichisches Rotes Kreuz starten gemeinsam ein Pilotprojekt

Wien (OTS) - 90 Prozent der pflegenden Angehörigen leiden unter körperlichen und psychischen Belastungen, und sind somit einem großen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Sie benötigen dringend Informationen, Beratung und Unterstützung, um ihre eigene Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Das Projekt "Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige" soll nun zu einer Verbesserung der Situation führen. Das Projekt wird aus Mitteln des "Fonds Gesundes Österreich" gefördert und soll die bestehenden Angebote des Roten Kreuzes ergänzen.

Das Aufsuchen von Selbsthilfegruppen ist für pflegende Angehörige nur bedingt möglich.
"Die meisten pflegenden Angehörigen sind räumlich und zeitlich gebunden", erklärt Dr. Werner Kerschbaum, Mitglied der Geschäftsleitung des Österreichischen Roten Kreuzes. "Dieser Umstand muss berücksichtigt werden. Daher suchen unsere Berater die pflegenden Angehörigen zu Hause auf, um Ihnen zu helfen". Laut einer Studie von Prof. Badelt von der Wirtschaftsuniversität Wien, wünschen sich die Mehrheit der betreuenden Personen "mehr Unterstützung".

"Mit diesem Projekt wollen wir ein umfangreiches Beratungsangebot für Einzelpersonen, Familien oder Gruppen anbieten, die mit der Pflege und Betreuung von Angehörigen befasst sind", erklärt Kerschbaum. "Die eigene Gesundheit soll erhalten und gefördert werden. Langfristig steigt dadurch auch die Lebensqualität von pflegenden Angehörigen", so Kerschbaum.

Das Pilotprojekt besteht aus zwei Phasen. Innerhalb eines Jahres findet in 160 Unterrichtseinheiten eine berufsbegleitende, interdisziplinäre Weiterbildung für interessierte Personen aus dem Bereich der Gesundheits- und Sozialberufe statt. In der zweiten Phase beginnt die Beratung von pflegenden Angehörigen. Wenn diese zwei Phasen erfolgreich sind, soll diese Dienstleistung im Österreichischen Roten Kreuz standardmäßig implementiert werden.

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