Pensionskassenlösungen für Klein- und Mittelbetriebe zunehmend attraktiv.

Altersvorsorge ist längst nicht mehr alleinige Sache des Staa-tes: 10 Jahre nach Beschlussfassung des Pensionskassengesetzes und des Betriebspensionsgesetzes verwalten 17 private Pensionskassen ein Vermögen in der Höhe von mehr als 100 Milliarden Schilling.

Wien (OTS) - 10 Jahre nach dem gesetzlichen Startschuss zog der Vorsteher des Fachverbandes der Pensionskassen Dkfm. Dietmar Neyer im Rahmen eines gemeinsamen Symposiums mit der Bundesarbeitskammer Anfang Juni in Wien eine positive Bilanz. Neyer: "Das Bemühen der Väter der Pensionskassenidee hat sich gelohnt. Die Anzahl der Personen, die heute anwartschafts- bzw. leistungsberechtigt sind, nähert sich der Viertel Million, das zu verwaltende Vermögen hat die 100 Milliarden-Schilling-Grenze bereits überschritten".

Der Trend in Richtung betriebliche Altersvorsorge hält unvermindert an: Waren Ende 1998 rund 201.000 Personen anwartschafts-bzw. leistungsberechtigt, so stieg die Zahl innerhalb des letzten Jahres um 15 Prozent auf insgesamt 231.000 Personen.

Dabei sah der Beginn der betrieblichen Altersvorsorge gar nicht rosig aus: In den 80er Jahren war die betriebliche Altersvorsorge vor allem aufgrund der diskriminierenden steuerlichen Bestimmun-gen des zweiten Abgabenänderungsgesetzes 1977 in eine Krise geraten. Die Unternehmen hatten ihre Pensionsverbindlichkeiten bis zu 50 Prozent unterbewertet, Zusagen konnten nur schwer erfüllt werden.

Erst nach intensiven Sozialpartnergesprächen wurde mit der Steuerreform 1988 und mit Beschlussfassung des Betriebspensionsgesetzes und des Pensionskassengesetzes eine moderne gesetzliche Basis für die betriebliche Altersvorsorge geschaffen. Wesentliche Errungenschaften: systematische Regelungen und eine vom Unternehmerschicksal unabhängige Finanzierung der Pensionszusagen mittels Pensionskassen.

Neyer: "Arbeitnehmer schätzen die umfassende Risikoabsicherung wie etwa die Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitspension sowie das zusätzliche Einkommen im Ruhestand. Für Arbeitgeber ist die betriebliche Pensionskassenlösung nicht zuletzt deshalb attraktiv, weil dadurch die Loyalität der Mitarbeiter zum Unternehmen erhöht und somit auch die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird. Zudem ermöglicht die Auslagerung an Pensionskassen eine Bilanzierung nach internationalen Standards".

Massive Änderungen in der privaten und beruflichen Welt, wie etwa längere Ausbildungszeiten, häufiger Wechsel von Beschäftigungsverhältnissen, Karenzierungen, Auslandsaufenthalte etc. verlangen nach attraktiven und flexiblen Lösungen im Bereich der Altersvorsorge. Während viele große Unternehmen für ihre Mitarbeiter diese Form der Sozialleistung bereits eingeführt haben, ortet Neyer noch einen deutlichen Nachholbedarf bei Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) sowie im öffentlichen Bereich.

Neyer: " Derzeit sind rund 10 Prozent aller österreichischen Arbeitnehmer in Pensionskassenlösungen eingebunden, wir gehen davon aus, dass mittelfristig rund ein Drittel aller Arbeitnehmer von dieser Form der Altersvorsorge profitieren wird".

Foto abrufbar unter www.pensionskassen.at

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