DENNIS HOPPER - AMERICAN PICTURES 1961-1967 im MAK Center FOR ART AND ARCHITECTURE LOS ANGELES

Wien (OTS) - unter großem Publikumsinteresse am 1. Juni eröffnet, Dennis Hopper-Ausstellung in Wien auf 30. Mai bis 6. Oktober 2001 verschoben =

Die Ausstellung "American Pictures 1961-1967 des
bekannten Schauspielers, Regisseurs und Künstlers Dennis Hopper wurde am 1. Juni im MAK Center for Art and Architecture unter großem Publikumsinteresse eröffnet. Ein Gespräch im Rahmen der MAK Talks zwischen Dennis Hopper, Henry Hopkins und Peter Noever zum den "Seductive Sixties" am 2. Juni zog eine begeisterte Fangemeinde an. Die Teilnehmer boten eine spannende Rückschau auf die Erlebnisse in der Kunstwelt der sechziger Jahre. Hopkins, Kunstprofessor an der UCLA, ist eine weltweit anerkannte Größe und seit den sechziger Jahren als Galerist, Kritiker, Autor, Kurator und Museumsdirektor aktiv. Die umfangreiche Wiener Ausstellung von Dennis Hopper "A System of Moments" mußte aus budgetären Gründen für heuer abgesagt werden und wird von 30. Mai bis 6. Oktober 2001 zu sehen sein.

Dennis Hopper ist sicherlich für seine Darstellungen von gesellschaftlichen Außenseitern in Hollywoodfilmen am besten bekannt und als Regisseur von Filmen wie Easy Rider, Marksteinen der Gegenkultur. Gleichwohl hat er sich über Jahrzehnte, in den Pausen zwischen seinen Filmprojekten, eine zweite Identität als Künstler und Photograph erhalten. In der Ausstellung American Pictures 1961-1967:
Photographs by Dennis Hopper präsentiert das MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles, Dennis Hopper, den bildenden Künstler. Durch den Schwerpunkt auf Hoppers Dokumentation der amerikanischen Avantgarde mit teilweise nie publizierten oder in Ausstellungen gezeigten Bildern bietet American Pictures die seltene Gelegenheit, eine kritische Ära von neuem zu erleben, das Entstehen einer neuen ästhetischen Sprache und die komplexen Persönlichkeiten, die sie prägten, mit eigenen Augen zu sehen.

Dennis Hoppers Photos aus den sechziger Jahren rufen die Aufregungen und Umwälzungen dieses Jahrzehnts wach, das von Rebellion und Neuerung in der Kunstwelt wie in der Gesellschaft insgesamt geprägt war. Als Künstler wollte Hopper Menschen und Ereignisse dokumentieren, die seine Zeit veränderten. Immer unterwegs, nahm er an Be-ins und am Monterey Pop Festival teil. An der Seite von Martin Luther King marschierte er von Selma nach Montgomery. Bei seinen Künstlerfreunden als "der Tourist" bekannt (weil er seine Kamera immer dabei hatte), geben seine Photos beredt Zeugnis vom aufkommenden ästhetischen und gesellschaftlichen Diskurs der sechziger Jahre.

Die Schwarzweißphotos Hoppers, eines Intimkenners der West- wie Ostküsten-Kunstszene der sechziger Jahre, sind gleichzeitig ein persönliches Bildtagebuch und historische Zeugnisse. Die Ausstellung zeigt unter anderem Porträts von New Yorker Künstlern wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Jasper Johns und James Rosenquist ebenso wie Dokumentationen von Happenings, die Claes Oldenburg, Robert Rauschenberg und Allan Kaprow organisierten. Wichtige kalifornische Assemblage-Künstler wie Ed Kienholz, Bruce Conner, George Herms und Wallace Berman zählen ebenso zu Hoppers Porträtmodellen wie "Light and Space"-Künstler wie Larry Bell, Billy Al Bengston und Robert Irwin. Hopper photographierte auch Ed Ruscha, John Altoon and Craig Kaufman, der in der Ferus Gallery ausstellte, und hielt auch Events in dieser Galerie fest, die dafür bekannt wurde, daß sie Los Angeles als bedeutendes Kunstzentrum zum Begriff machte.

Wie der Künstler selbst meinte: "Ich habe die Künstler der sechziger Jahre photographiert, die Veränderungen herbeiführten; ihre Arbeiten werden stellvertretend für die Kunst der Zukunft stehen. Lithographien wurden groß wie Plakate. Die Rückkehr zur Realität vom abstrakten Expressionismus - Comics, Colaflaschen, Suppendosen, Filmstars - Gemälde runter von der Staffelei und auf den Boden, runter von den Wand und rein in den Raum, das abgelegte Zeug der Gesellschaft wurde zur Poesie verlorener Zeit und zu Fundsachen des Augenblicks. Kantig, optisch, poptisch, Assemblage, Konzeptkunst. Ich gehörte zu der, wie mein guter Freund Walter Hopps sie nannte, "Traumkolonie"."

Dennis Hoppers Photos lassen weit mehr erkennen als dokumentarisches Talent. Der Künstler, der selbst erst kurz zuvor die abstrakte Malerei aufgegeben hatte, benutzte seine Kamera, um bei dieser "Rückkehr zur Realität" mitzumachen. Sehr reserviert und sehr ausgefeilt halten Hoppers Photos eine Zeit fest, in der seine Modelle ihre künstlerische Identität. Seine starken Bildkompositionen, die häufig für das jeweilige Modell bedeutsame Gegenstände miteinbeziehen, tragen zur psychologischen Dichte der Porträts bei. Vielleicht in einer Vorwegnahme künftiger Filmarbeit sind Hoppers Photos ganz in der Kamera komponiert und kommen ohne Montagetechniken aus.

Von 13-15 Juli präsentiert das MAK Center spezielle Freiluft-Vorführungen von drei Filmen, für die Dennis Hopper das Drehbuch schrieb und bei denen er Regie führte. Am Donnerstag, den 13. Juli, wird The Last Movie (1971) gezeigt, am Freitag, 14. Juli, Out of the Blue (1980) und am Samstag, 15. Juli, Colors (1988). Beginn aller Vorstellungen: 20.00 Uhr; Einlaß: 19.30. Eintritt $ 8,00; für Studenten mit gültigem Ausweis $4.00. Am Samstag, den 16. September, 19.30, wird Easy Rider (1969, Co-Autoren: Peter Fonda und Terry Southern) im Rahmen des zweiten Tags der offenen Tür im MAK Center gezeigt.

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