Firlinger: Nebenbahnen: "Geisterzüge kann man nicht leugnen"

"Inflexible Haltung der ÖBB-Gewerkschafter bewirkte Kostenmalaise"

Wien, 2000-06-06 (fpd) - "In der Frage der Nebenbahnen geht es natürlich ums Geld und ich kann daher nicht verstehen, wenn sich die grüne Abgeordnete Lichtenberger so locker über die sogenannten Geisterzüge hinwegsetzt, denn diese gibt es natürlich. Wenn Sie mit offenen Augen den Bahnverkehr verfolgen, könne Sie diesen Umstand nicht leugnen", meinte heute der freiheitliche Verkehrssprecher Abg. Reinhard Firlinger im Zuge der Aktuellen Stunde.****

In diesem C-Netz gebe es drei Kategorien. Da gebe es Bahnen mit einer äußerst spärlichen Auslastung, fast keinen Güterverkehr und keine Morgen- und Abendspitze. Dies seien die Ärmsten und über denen schwebt immer das Damoklesschwert der Betriebsstillegung. Die zweite Kategorie im Rahmen dieser Nebenbahnen hätten eine relativ geringe Auslastung, einen kleinen Güterverkehr und eine Morgen- und Abendspitze mit Schüler- bzw. Pendlerverkehr. Über diese Nebenbahnen werde man diskutieren müssen, denn hier bestehe ein volkswirtschaftliches Interesse, damit diese Bahnen erhalten bleiben. Schließlich gebe es noch Bahnen mit einer guten Auslastung, Morgen-und Abendspitze und Tourismusverkehr. "Bei diesen Arten der Nebenbahnen soll es keine Diskussion geben. Das ist auch die Intention von Minister Schmid das ganze System im Sinne der Österreicher, der Pendler und der Steuerzahler zu optimieren. Aber nur vier Prozent Kostenabdeckung, wie bei einigen Nebenbahnen ist schwer zu argumentieren. Wir müssen uns als Parlamentarier angewöhnen den Rechenstift zu nehmen und auch volkswirtschaftliche Rechnungen im Hohen Haus nachvollzuziehen ", betonte Firlinger.

Die Kostenmalaise, die hier entstanden sei, sei auch wegen der inflexiblen Haltung der ÖBB-Gewerkschaftler zurückzuführen. "Mit dieser Mentalität werden wir die Eisenbahn und Nebenbahnen nicht retten können, sondern hier sind konkrete Kräfte gefragt, die einen sinnvollen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Kompromiß zustande bringen und dazu zähle ich Minister Schmid", schloß Firlinger. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC